10 Fragen an Menschen aus Wermelskirchen

Unter die­ser Rubrik haben Men­schen aus Wer­mels­kir­chen die Mög­lich­keit, ihre per­sön­li­che Sicht auf unse­re Stadt zu tei­len. Dafür haben wir zehn kur­ze Fra­gen zusam­men­ge­stellt, die einen ehr­li­chen und viel­fäl­ti­gen Ein­druck davon ver­mit­teln sol­len, wie Wer­mels­kir­chen im All­tag, im Wan­del und mit Blick in die Zukunft erlebt wird.

Die Ant­wor­ten kön­nen ger­ne kurz gehal­ten wer­den – Stich­punk­te rei­chen völ­lig aus.

Mel­de dich ger­ne unter info@forumwk.de und tei­le dei­ne ganz per­sön­li­chen Ant­wor­ten mit uns.

Heu­ti­ger Teil­neh­mer: Tim Tie­de


  • Was bedeu­tet Wer­mels­kir­chen für dich per­sön­lich?
    Wer­mels­kir­chen ist für mich Hei­mat. Genau­er gesagt: Dabring­hau­sen ist mein Zuhau­se. Hier lebe ich mit mei­ner Fami­lie, hier enga­gie­re ich mich und hier sind vie­le Bezie­hun­gen ent­stan­den, die mein Leben prä­gen. Hei­mat ent­steht für mich durch Men­schen. Und davon gibt es hier vie­le groß­ar­ti­ge.
  • Was läuft hier rich­tig gut – und was gar nicht?
    Wer­mels­kir­chen hat unglaub­lich vie­le enga­gier­te Men­schen. In Ver­ei­nen, Unter­neh­men, Kir­chen­ge­mein­den, Initia­ti­ven und im Ehren­amt wird jeden Tag viel bewegt.
    Was mir manch­mal fehlt, ist der Mut, die­se Kräf­te noch stär­ker zu bün­deln und gemein­sam grö­ßer zu den­ken. Wir haben das Poten­zi­al, weit über unse­re Stadt­gren­zen hin­aus aus­zu­strah­len.
  • Was wür­dest du sofort ändern, wenn du es könn­test?
    Ich wür­de mehr Begeg­nungs­or­te schaf­fen. Orte, an denen Men­schen unter­schied­li­cher Gene­ra­tio­nen, Her­kunft und Lebens­rea­li­tä­ten zusam­men­kom­men kön­nen. Vie­le Her­aus­for­de­run­gen lösen wir nicht durch neue Regeln, son­dern durch bes­se­re Bezie­hun­gen und ech­tes Mit­ein­an­der.
  • Dein Lieb­lings­ort in Wer­mels­kir­chen – und war­um?
    Die Land­schaft rund um Dabring­hau­sen. Wenn ich dort unter­wegs bin, wird mir immer wie­der bewusst, wie pri­vi­le­giert wir hier leben. Die Ver­bin­dung aus Natur, Wei­te und Ruhe schafft Per­spek­ti­ve und gibt Kraft. Gera­de in einer immer schnel­le­ren Welt ist das ein gro­ßer Schatz.
  • Was fehlt dir in der Stadt am meis­ten?
    Eine gemein­sa­me Zukunfts­vi­si­on. Wir reden oft dar­über, was nicht funk­tio­niert. Span­nen­der wäre die Fra­ge: Wofür wol­len wir eigent­lich bekannt sein? Was macht Wer­mels­kir­chen in zehn oder zwan­zig Jah­ren beson­ders?
  • Wie hat sich Wer­mels­kir­chen in den letz­ten Jah­ren ver­än­dert?
    Die Stadt ist viel­fäl­ti­ger gewor­den und steht gleich­zei­tig vor grö­ße­ren Her­aus­for­de­run­gen. Ich neh­me aber auch wahr, dass immer mehr Men­schen Ver­ant­wor­tung über­neh­men wol­len. Ob in Unter­neh­men, Ver­ei­nen oder sozia­len Pro­jek­ten: Es gibt vie­le Men­schen, die gestal­ten möch­ten. Das macht mir Hoff­nung.
  • Was soll­ten Außen­ste­hen­de unbe­dingt über Wer­mels­kir­chen wis­sen?
    Dass hier deut­lich mehr Poten­zi­al steckt, als man auf den ers­ten Blick ver­mu­tet. Wir haben star­ke Unter­neh­men, enga­gier­te Ver­ei­ne, krea­ti­ve Köp­fe und Men­schen, die anpa­cken. Vie­le die­ser Geschich­ten wer­den nur viel zu sel­ten erzählt. Wer­mels­kir­chen ist eine Stadt vol­ler Mög­lich­kei­ten.
  • Was nervt dich hier manch­mal rich­tig?
    Men­schen, die hier rech­tes Gedan­ken­gut ver­brei­ten. Und davon abge­se­hen: Wenn wir unse­re eige­nen Stär­ken über­se­hen. Natür­lich gibt es Her­aus­for­de­run­gen. Aber manch­mal habe ich den Ein­druck, wir reden mehr über Gren­zen als über Chan­cen. Dabei ent­steht Zukunft meist dort, wo Men­schen den Mut haben, Mög­lich­kei­ten zu sehen.
  • Wo siehst du die Zukunft der Stadt?
    Ich wün­sche mir, dass Wer­mels­kir­chen in eini­gen Jah­ren für drei Din­ge bekannt ist:

    Als Azu­bi-Stadt, weil jun­ge Men­schen hier her­vor­ra­gen­de Aus­bil­dungs- und Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten fin­den. Wir haben star­ke Unter­neh­men und Hand­werks­be­trie­be. Die­ses Poten­zi­al soll­ten wir viel stär­ker sicht­bar machen.

    Als Stadt des gesell­schaft­li­chen Enga­ge­ments, in der Unter­neh­men, Ver­ei­ne, Stif­tun­gen und Ehren­amt­li­che gemein­sam Ver­ant­wor­tung über­neh­men. Ich glau­be, dass wir gera­de als klei­ne­re Stadt Vor­bild dafür sein kön­nen, wie Gemein­wohl und Unter­neh­mer­tum zusam­men­wir­ken.

    Und als inklu­si­ve Stadt, in der Teil­ha­be selbst­ver­ständ­lich ist. Seit der Geburt unse­rer schwer herz­kran­ken Toch­ter, die auch auf einen Rol­li ange­wie­sen ist, bewegt uns die­ses The­ma auf eine sehr per­sön­li­che Wei­se. Wir haben erlebt, wie wich­tig es ist, dass Men­schen mit beson­de­ren Her­aus­for­de­run­gen nicht nur mit­ge­dacht, son­dern selbst­ver­ständ­lich dazu­ge­hö­ren. Ich wün­sche mir eine Stadt, in der Viel­falt nicht erklärt wer­den muss, son­dern gelebt wird.
  • War­um lebst du (noch) hier?
    Weil ich mich hier zuhau­se füh­le. Dabring­hau­sen ver­bin­det Lebens­qua­li­tät, Natur und Gemein­schaft. Vor allem aber lebe ich hier, weil ich dar­an glau­be, dass Hei­mat dort ent­steht, wo Men­schen Ver­ant­wor­tung über­neh­men und gemein­sam Zukunft gestal­ten.

    Ich wün­sche mir, dass mei­ne Kin­der in einer Stadt auf­wach­sen, die jun­gen Men­schen Chan­cen gibt, Enga­ge­ment för­dert und Inklu­si­on selbst­ver­ständ­lich lebt. An einer sol­chen Zukunft für Wer­mels­kir­chen mit­zu­wir­ken, ist für mich ein guter Grund, hier zu blei­ben.

Vie­len Dank Tim Tie­de

Bei­trags­bild: Klaus Ulin­ski

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Kommentare

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Ein Kommentar zu „10 Fragen an Menschen aus Wermelskirchen“

  1. Avatar von Ilo Kirsten-Polnik
    Ilo Kirsten-Polnik

    Lie­ber Tim,
    das unter­zeich­ne ich sofort.
    Ich weiß nicht, ob du die­se posi­ti­ve Ein­stel­lung in Gän­ze vor dem Ban­gen um eure Ame­lie schon hatt­test… ?
    Viel­leicht muss man erst durch ein Tal gewan­dert sein, um zu erken­nen, wie schön es auf hal­ber Höhe ist und eine Ahnung, wie es sein muss, wei­ter oben zu wan­dern. Dabei kann man recht viel ler­nen, wach­sen und dank­bar sein, wenn alles sich zum Bes­se­ren ent­wi­ckelt.
    Ich wür­de mir wün­schen, dass vie­le Men­schen, die ziem­lich weit oben oben wan­dern, immer schon in die­sen Gefil­den unter­wegs waren, öfter mal zu denen (bit­te nicht von oben her­ab) schau­en, die von ganz unten einen beschei­de­nen, aber zufrie­den­stel­len­de Weg gefun­den haben.… und etwas mit­neh­men!
    Mögest du und die Dei­nen geseg­net sein 🙏 !

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