Ein günstiger Erdgastarif ist das eine. Aber wie sieht es mit der Dämmung im Haus aus? Kalte Füße im Erdgeschoss? Und dazu unnötig hohe Heizkosten? Eine gedämmte Kellerdecke kann gleich bei beidem helfen. Laut „Zukunft Altbau“ lassen sich durch die Dämmung eines unbeheizten Kellers bis zu zehn Prozent der jährlichen Heizkosten einsparen.
Das kann sich durchaus bemerkbar machen: Wer beispielsweise 2.000 Euro im Jahr für die Heizung bezahlt, könnte theoretisch bis zu 200 Euro jährlich einsparen. Wie hoch die tatsächliche Ersparnis ausfällt, hängt allerdings vom Gebäude und seinem bisherigen Dämmstandard ab. Ein weiterer Vorteil: Der Fußboden im Erdgeschoss wird während der Heizperiode spürbar wärmer. Es steigert das Wohlbefinden deutlich.
Selbst machen und zusätzlich sparen
Wer handwerklich geschickt ist, kann die Dämmung der Kellerdecke selbst anbringen. Dann müssen vor allem die Materialkosten bezahlt werden. Geeignet sind beispielsweise Dämmplatten aus Polystyrol oder Polyurethan, Mineral- und Steinwolle sowie Naturdämmstoffe wie Holzweichfaser oder Zellulose. Je nach Material sind unterschiedliche Dämmstärken notwendig. Bei Polyurethan reichen laut “Zukunft Altbau” etwa zehn Zentimeter, bei Holzweichfaser rund 18 Zentimeter. Bei vielen anderen Dämmstoffen sind etwa 14 Zentimeter sinnvoll. So geht es:
1. Kellerdecke vorbereiten: Staub, Spinnweben und losen Putz entfernen. Ungedämmte Heizungsrohre gleich mit Dämmschläuchen oder Dämmschalen versehen.
2. Dämmplatten befestigen: Bei einer glatten Decke können die Platten häufig angeklebt werden. Je nach Untergrund und Dämmstärke sind zusätzlich Dübel erforderlich. Bei Balken- oder Gewölbedecken ist meist eine Unterkonstruktion nötig.
3. Wärmebrücken vermeiden: Die oberen etwa 50 Zentimeter der Kellerwände können ebenfalls gedämmt werden. Auch Kellerabgang und Treppenunterseite sollten nicht vergessen werden. Wichtig:
Bei beheizten oder bewohnten Kellern ist eine Kellerdeckendämmung nicht sinnvoll. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass die Dämmung die Kellerhöhe nicht zu stark reduziert. Unterm Strich:
Eine Kellerdeckendämmung kann sich doppelt lohnen: Der Fußboden wird wärmer und die Heizkosten können sinken. Bei einem Heizkostenbetrag von 2.000 Euro wären bei einer Einsparung von zehn Prozent immerhin bis zu 200 Euro pro Jahr möglich.
Illustration: Mit Ki erstellt


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