Arbeitsschutz bei Sommerhitze mit der WSS-Regel

Die Gewerk­schaft IG BAU Köln-Bonn erin­nert ange­sichts der aktu­el­len Som­mer­hit­ze an den wich­ti­gen Schutz für Men­schen, die unter frei­em Him­mel arbei­ten. Unter dem Mot­to „WSS – Was­ser, Son­nen­creme und Schat­ten“ macht sie dar­auf auf­merk­sam, dass Arbeit­ge­ber für geeig­ne­te Maß­nah­men zum Schutz ihrer Beschäf­tig­ten sor­gen müs­sen.

Gera­de in Wer­mels­kir­chen sind der­zeit auf zahl­rei­chen Bau­stel­len Arbei­ter auf Gerüs­ten, Dächern und im Stra­ßen­bau im Ein­satz. Bei Tem­pe­ra­tu­ren weit über 30 Grad in der Son­ne stellt sich die Fra­ge, ob über­all aus­rei­chend auf den Arbeits­schutz geach­tet wird. Dazu gehö­ren nicht nur regel­mä­ßi­ge Trink­pau­sen, son­dern auch ein wirk­sa­mer Son­nen­schutz, geeig­ne­te Arbeits­klei­dung und Mög­lich­kei­ten, sich im Schat­ten zu erho­len.

Die IG BAU emp­fiehlt, kör­per­lich beson­ders belas­ten­de Arbei­ten mög­lichst in die küh­le­ren Mor­gen- oder Abend­stun­den zu ver­le­gen. Bei star­ker Hit­ze und schwe­rer kör­per­li­cher Arbeit kön­nen Beschäf­tig­te drei bis fünf Liter Flüs­sig­keit am Tag benö­ti­gen. „Es gilt die Faust­re­gel: alle 15 bis 20 Minu­ten ein vol­les Was­ser­glas. Ide­al sind Was­ser und kal­te Tees“, sagt Meh­met Peri­san, Vor­sit­zen­der der IG BAU Köln-Bonn.

Auch beim The­ma Klei­dung gibt die Gewerk­schaft kla­re Hin­wei­se: „Oben ohne ist bei der Arbeit unter pral­ler Son­ne alles ande­re als sexy. Im Gegen­teil: Mög­lichst viel vom Kör­per soll­te mit Stoff bedeckt sein. Auch ein luft­durch­läs­si­ger Bau­ar­bei­ter­helm mit Nacken­schutz gehört zum Som­mer-Out­fit auf dem Bau“, erklärt Peri­san.

Beim The­ma Geträn­ke sieht die IG BAU vor allem die Arbeit­ge­ber in der Ver­ant­wor­tung. „Auch das Durst­lö­schen bei Som­mer­hit­ze ist Sache des Chefs“, betont der Bezirks­vor­sit­zen­de. Die Gewerk­schaft for­dert des­halb eine aus­rei­chen­de Ver­sor­gung mit Geträn­ken für alle Beschäf­tig­ten, die bei hohen Tem­pe­ra­tu­ren im Frei­en arbei­ten.

Die Bot­schaft der IG BAU ist ein­deu­tig: Wer im Som­mer drau­ßen arbei­tet, braucht mehr als nur kör­per­li­che Belast­bar­keit. Aus­rei­chend Was­ser, kon­se­quen­ter Son­nen­schutz und regel­mä­ßi­ge Erho­lungs­pau­sen kön­nen hel­fen, gesund­heit­li­che Fol­gen wie Hit­ze­be­las­tun­gen oder lang­fris­ti­ge Haut­schä­den zu ver­mei­den.

Foto: IG BAU / Flo­ri­an Göri­cke

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