… ist Zukunft überhaupt noch eine Lösung?

Michael Krebs
Optimismus – jetzt stark reduziert

Frei­tag 17. April 2026, 20:00 Uhr, Kat­twin­kel­sche Fabrik, Tickets EUR 20,00, EUR 17,00 im Vor­ver­kauf

Mit Lie­dern voll groo­ven­der Musi­ka­li­tät und klu­gen Tex­ten begeis­tert Micha­el Krebs seit über 20 Jah­ren sein Publi­kum. Zu erle­ben, wie offen, gera­de­aus und schlag­fer­tig der Song­wri­ter sei­ne Kon­zer­te angeht, treibt einem ein fet­tes Grin­sen ins Gesicht und macht klar: Die Live- Büh­ne ist sein Ele­ment.

Doch selbst die­ser noto­risch gut gelaun­te Typ am Kla­vier hat mitt­ler­wei­le Zwei­fel. Ist sei­ne einst gelob­te Authen­ti­zi­tät in Zei­ten des Sur­vi­val-of-the-Fakest noch zumut­bar? War­um den­ken bei dem Wort „Pro­blem­zo­ne“ alle an Bauch, Bei­ne, Po und kei­ner an Gehirn? Wohin aus­wan­dern, wenn die Rech­ten schon über­all sind? Und vor allem: Ist Zukunft über­haupt noch eine Lösung?

Zum Glück erwar­tet auf der­lei kom­ple­xe Fra­gen dank von Tik­Tok geschred­der­ten Auf­merk­sam­keits-Span­nen nie­mand mehr eine Ant­wort. Viel­leicht gibt Micha­el Krebs ja trotz­dem eine. Solan­ge wir gemein­sam über uns lachen kön­nen, ist Schwarz­ma­len jeden­falls kei­ne Opti­on. Man muss nicht das hells­te Licht im Dark­net sein, um das zu che­cken.
„Ich glau­be nicht mehr an die Mensch­heit, aber immer noch an Mensch­lich­keit“, sagt Micha­el Krebs. Und so sind sei­ne Kon­zer­te kei­ne, die einen die Welt da drau­ßen mal für zwei Stun­den ver­ges­sen las­sen. Viel bes­ser: Sie las­sen einen die Welt mit ande­ren Augen sehen. Und das tut gut. So gut, dass man über­trei­ben muss, um nicht zu lügen.

Kurz­bio­gra­fie:
Schon wäh­rend sei­nes Musik­stu­di­ums in Ham­burg war Micha­el Krebs der Klas­sen­clown. Aber erst auf der Büh­ne spür­te er, dass Musik und Iro­nie sein per­sön­li­ches Dream­team sind. Seit über 20 Jah­ren tourt der Sän­ger und Pia­nist im deutsch­spra­chi­gen Raum und erspiel­te sich den Ruf, ein mit­rei­ßen­der Live­künst­ler zu sein. Musi­ka­lisch und inhalt­lich hat er sich wäh­rend die­ser Zeit deut­lich wei­ter­ent­wi­ckelt. Die ver­spiel­te Come­dy der frü­hen Jah­re gewann an Tie­fe und sein the­ma­ti­sches Spek­trum hat sich ins Gesell­schafts­po­li­ti­sche erwei­tert.
Sei­ne sti­lis­ti­sche Expe­ri­men­tier­freu­de führ­te ihn von Auf­trit­ten beim Open Air in Wacken, Night­wa­sh und dem 3sat-Fes­ti­val bis hin zu Sup­port­shows für Alli­ga­to­ah und Alfred Bio­lek. Mit Marc-Uwe Kling und Juli­us Fischer grün­de­te er die „Arbeits­grup­pe Zukunft“. Krebs hat solo und mit sei­ner Band, den „Pom­mes­ga­beln des Teu­fels“, zahl­rei­che Alben ver­öf­fent­licht und über 20 Comedy‑, Kaba­rett- und Musik-Prei­se ein­ge­heimst. 2023 war er für den Deut­schen Musikautor*innen-Preis nomi­niert.

michaelkrebs.de/
Ein­lass ca. 19:00 Uhr

Bild: Sven Hago­la­ni

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