Das Forum Wermelskirchen veröffentlicht regelmäßig Buchempfehlungen für seine Leserinnen und Leser. Denn – Das ganze Jahr über ist Lesezeit! Schon Goethe wusste: “Wer Bücher liest, schaut in die Welt und nicht nur bis zum Zaune!”
Hier nun eine Buchempfehlung von Barbara Busch aus der Buchhandlung Marabu.

“Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titelt”
von Alena Schröder
ISBN: 9783423285285
Erschienen 01.2026 im dtv Verlag
Gebunden 23,00€
Alena Schröder – “Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel” – gelesen und für Sie vorgestellt von Barbara Busch.
Alena Schröders Roman hat mich ebenso wie schon ihre vorherigen Romane auf eine ganz ruhige, unaufgeregte Weise berührt.
Erzählt wird die Geschichte von drei Frauen in zwei Erzählsträngen.
Im Berlin der Gegenwart lernen wir Hannah kennen, Mitte dreißig, ziemlich allein im Leben stehend.
Ihre Mutter und Großmutter sind tot, ihre beste Freundin zieht aus der WG aus und ausgerechnet jetzt taucht ihr Vater wieder auf,
zu dem sie kaum Kontakt hatte und sie ziemlich durcheinander bringt.
Parallel dazu führt die Geschichte zurück ins Jahr 1945 nach Güstrow.
Dort wird die junge Waise Marlen von der Malerin Wilma aufgenommen.
Während Wilmas Mann noch in Kriegsgefangenschaft ist, versucht sie sich als Künstlerin durchzuschlagen, und Marlen wird immer mehr zu ihrer Helferin und auch Vertrauten,
da Wilma ein Geheimnis mit sich trägt, das ihre Arbeit als Malerin erschwert und nahezu unmöglich macht.
Nach und nach verweben sich beide Erzählstränge, und man versteht, was es mit dem Titel des Romans auf sich hat.
Besonders gefallen hat mir die warme, einfache Sprache.
Die Protagonisten wirken echt und man fühlt sich ihnen schnell nah.
Kein lautes Drama, sondern eine stille, gefühlvolle Geschichte über Familie, Verlust und die Suche nach den eigenen Wurzeln.
Ein Roman, der sich ruhig liest und trotzdem lange nachklingt.

Bilder: Marie-Louise Lichtenberg / Buchhandlung Marabu


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