Morgen, am 2.02.2026, wird in den Ausschüssen die Beschlussvorlage für die Förderanträge diskutiert und wohl auch verabschiedet. Wir vom Forumwk steuern gerne einige noch offene Fragen bei. Wahrscheinlich ergänzen wir damit nur den ohnehin schon vorbereiteten Fragenkatalog der Fraktionen und der Ratsmitglieder. Ja, uns ist bewusst, damit stellen wir grundsätzliche Fragen zum Gesamtprojekt. Diese sollten im Sinne von Prüfstand geklärt werden bevor der nächste Schritt genommen wird und es immer schwieriger wird, Korrekturen vorzunehmen oder gar auf Abstand zugehen. Nun gut, wir wollen wie viele andere Bürgerinnen und Bürger zuhören, verstehen und berichten.
- Gibt es eine vertraglich festgelegte Ausstiegsklausel für die Stadt? Wenn ja, bis wann spätestens kann sie eingelöst werden?
- Wurden alle Eigentumsrechte am gesamten Rhombus-Areal geklärt?
- Wie hoch ist das Invest für die Stadt, also nach Abzug der realistisch erwartbaren Fördergelder aufgrund der heute bekannten Zahlen und Zusagen?
- Bitte Fördermittel aufschlüsseln und den einzelnen Gewerken zuordnen.
- Wurden bereits einige abgerufen und wofür wurden sie verwendet?
- Müssen bereits abgerechnete Fördermittel für andere bereits umgesetzte städtische Projekte zurückgezahlt werden, sollte Rhombus nicht weiter verfolgt werden?
- Gibt es eine nachvollziehbare, öffentlich zugängliche Risiko- bzw. Nutzwertanalyse?
- Wurden alle früheren Alternativen noch einmal sorgfältig inhaltlich und im Hinblick auf die wirtschaftliche Belastbarkeit, also auch in Bezug auf Investitionen und Folgekosten, und auch in Zusammenhang mit dem Nutzwert geprüft? Ist das Ergebnis öffentlich zugänglich?
- Nachdem die Planungsfirma offenbar den Kostenindex bei den ersten Berechnungen nicht ausreichend berücksichtigt hatte, kann man jetzt ausschließen, dass weitere gravierende Überraschungen das Projekt dramatisch verteuern? (Unbekannte bleiben unbekannt, aber es gibt Erfahrungen bei anderen Großprojekten.)
- Wie lange läuft die Finanzierung des Kredits?
- Wie hoch ist die vorhersehbare monatliche Netto-Mehr-Belastung (Zinsen, Tilgung, Betreiberkosten) für die Stadt Wermelskirchen? Gibt es hierzu eine detaillierte Aufstellung?
- Können die zusätzlichen Kosten die Gefahr eines sogar langandauernden HSK beschleunigen?
- Können Auswirkungen, also Kürzungen oder sogar Annullierungen, von anderen städtischen Projekten ausgeschlossen werden? (z.B. Bau und Sanierung von Kitas, Schulen, Straßen, etc.)
- Können in diesem direkten Zusammenhang Kürzungen von freiwilligen Leistungen der Stadt für Jugend- und Vereinsarbeit ausgeschlossen werden?
- Verpflichtet der Vertrag mit den Investoren diese die restlichen Flächen innerhalb einer definierten Frist zu bebauen? Falls ja, innerhalb welcher Frist?
- Sieht der Vertrag mit den Investoren eine Vorzugskaufoption für die Stadt vor, wenn diese ihrer Umsetzung nicht nachkommen? Z.B: weil die Investoren aus finanziellen Gründen, aufgrund von Insolvenz vor oder während der Bauphase aussteigen? Falls ja, ist die Finanzierung des Kaufs und der Entwicklung der Restfläche gesichert?
- Gibt es an Sicherheit grenzende Klarheit hinsichtlich der Restbebauung, d.h. was soll konkret dort bis wann entstehen?
- Wurde die Frage der Dekontaminierung der Flächen und der Ziegelfassade gutachterlich geklärt? Trifft das auch für die verbleibenden Flächen zu, die u.a. für eine Wohnbebauung vorgesehen sind? Sind in diesem Zusammenhang alle finanziellen Risiken vertraglich abgesichert?
- Steht das Konzept für das geplante „Haus der Vereine“ fest oder sind Änderungen z.B. bei der Flächenverteilung ohne hohe zusätzliche Planungskosten noch möglich?
- Sind alle Verkehrsfragen z.B. hinsichtlich der An-und Abfahrten mit den Strassenbaulastträgern geklärt? Bund, Land, Kreis?
- Halten die Verantwortlichen eine kurzfristige öffentliche Info-Veranstaltung mit aktuellen Zahlen und Aspekten im Sinne von max. Transparenz für durchführbar?
- Wäre auch ein Referendum kurze Zeit später ein vorstellbares Szenario?
Foto: Forum Wermelskirchen


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