Meinung:
In Kürze wird der Stadtrat über die Förderanträge für das sogenannte Rhombus-Projekt entscheiden. Der Ratsbeschluss über die Umsetzung dieses „Leuchtturmprojekts“ liegt zwar bereits vor, aber es gab schon frühere Beschlüsse zu anderen großen Bauvorhaben in Wermelskirchen, die dann doch nicht realisiert wurden. Beispiel: das Hallenbad im Hüpptal für das sogar schon erhebliche Planungskosten anfielen. Begleitet wurde das Rhombus-Projekt bisher von wohlwollenden Kommentaren diverser Kommunalpolitiker und des wahlkämpfenden Bürgermeisters Hibst. Alle beschworen die einmalige Chance. Doch angesichts der aktuellen Haushaltslage und eines drohenden Sanierungskonzepts stellt sich eine Frage mit wachsender Dringlichkeit: Können – und sollten – wir uns dieses Engagement derzeit überhaupt leisten?
Die finanzielle Situation der Stadt ist seit Jahren angespannt. Kämmerer Irlenbusch selbst macht keinen Hehl daraus, dass neue Investitionen nur sehr eingeschränkt möglich sind und selbst mit Unterstützung von Land und Bund kaum Spielräume bestehen (BM 04.01.2026). Pflichtaufgaben, Sanierungsstaus bei Schulen und Infrastruktur, steigende Sozialausgaben sowie der dauerhafte Druck auf freiwillige Leistungen zeichnen ein klares Bild: Jeder Euro muss mehrfach umgedreht werden.
Vor diesem Hintergrund wirkt es mindestens befremdlich, wenn ein ambitioniertes Projekt wie Rhombus zwar öffentlichkeitswirksam beworben wird, seine langfristigen finanziellen Auswirkungen auf den städtischen Haushalt jedoch nur am Rande thematisiert werden. Fördermittel klingen verlockend – sie sind jedoch selten kostenlos. Eigenanteile sowie Folgekosten für Betrieb, Personal und Instandhaltung bleiben in der Regel bei der Kommune hängen. Genau diese Kosten werden allzu oft erst spürbar, wenn die Förderkulisse längst verschwunden ist.
Die entscheidende Frage lautet daher nicht, ob das Rhombus-Projekt inhaltlich interessant oder innovativ ist. Die Frage ist, ob es in der aktuellen Situation Priorität haben sollte. Ist es sinnvoll, erhebliche personelle und finanzielle Ressourcen in ein Projekt zu binden, während an anderer Stelle dringend benötigte Investitionen aufgeschoben oder ganz gestrichen werden müssen? Welche Signale sendet der Stadtrat an Bürgerinnen und Bürger, die tagtäglich mit maroden Straßen, baufälligen Kitas oder sanierungsbedürftigen Schulen sowie kostenintensiven Zwischenlösungen (Tente-OGS) oder einer neuen, sich ständig verteuernden Baustelle Hüpp-Parkanlage konfrontiert sind?
Ein verantwortungsvoller Umgang mit Steuergeldern erfordert gerade in schwierigen Zeiten Zurückhaltung und eine klare Prioritätensetzung. Visionen dürfen nicht losgelöst von der finanziellen Realität verfolgt werden. Der viel zitierte „Prüfstand“ darf kein bloßes Schlagwort bleiben, sondern muss eine ehrliche Abwägung beinhalten – inklusive der Option, Projekte zu verschieben oder ganz auf Eis zu legen.
Der Stadtrat steht vor einer richtungsweisenden Entscheidung. Sie sollte nicht allein von Förderquoten und Imagegewinnen bestimmt werden, sondern vorrangig von der nüchternen Frage, was die Stadt jetzt wirklich braucht – und was sie sich leisten kann.
Foto: Lothar Dähn


Kommentare
16 Antworten zu „Rhombus-Projekt: Prestigezwang oder Notwendigkeit?“
Es fällt Herrn Dähn ganz offensichtlich schwer zu realisieren, daß das Schuldenbrems-Konzept, also das Verschieben dringend notwendiger Sanierungen in eine unbestimmte Zukunft, und sein Oberverfechter, ein aus Wermelskirchen stammender Bankrotteur, vom Bundeswahlvolk abserviert wurde. Unter diesen Umständen sind nachhaltige Vorschläge zur Nutzung des Rhombus-Areals nicht zu erwarten.
Im übrigen bezweifle ich, daß einer der hier tätigen Disputanten im Rahmen des Verfahrens aktiv geworden ist und seine Rechte als Bürger, Anregungen und Bedenken geltend zu machen, wahrgenommen hat. ICH habe dies getan deshalb, weil mir sinnvolle Stadtentwicklung Ehrensache ist.
Moppern kann jeder; sich einbringen und Verantwortung zeigen ist eine Frage der Haltung.
So ganz stimmen hier die Zahlen zum Hallenbad nicht und es fehlen auch Gründe für den Standortwechsel zum Rhombusgelände.
Zuerst zu den Kosten: 2022 wurden die Kosten für einen Hallenbadneubau (die wirtschaftlichere Variante gegenüber einer Sanierung laut Gutachten) auf knapp 11 Millionen geschätzt. Bei der Betrachtung der Zuwegung ist aber die Notwendigkeit einer zusätzlichen Anbindung über die Dünner Straße nicht zu vergessen. Dazu hieß es in der Sitzung: “Zu diskutieren sind vor allem der finanzielle Aufwand für den Neubau einer Straße und die zusätzlichen Eingriffe in den wertvollen Naturraum im Hüpptal.” Also mindesten 1 bis 2 Millionen drauf und dazu wieder wertvoller Naturraum der “geopfert” wird. Und natürlich wäre auch hier mit Baukostensteigerungen zu rechnen gewesen.
Von daher sind die 28 Millionen eine Menge Holz und die Stadt muss sich das auch leisten können. Das ist in der aktuellen Situation nicht einfach. Sie sind aber inklusive neues Gebäude für die VHS und Haus der Vereine (da hoffe ich auch auf ein tragfähiges Konzept) + weitere Nutzungsmöglichkeiten teuer aber nicht unverhältnismäßig teuer (für die Stadt).
Als Vergleich die geschätzen Kosten für den Neubau (das Meiste) und die Sanierung des Rests der Grundschule Tente: 17.983.906,51 €.
Dazu kommt, dass das neue Hallenbad wesentlich verkehrsgünstiger liegt als das alte Hallenbad (maximal 5 Minuten zu Fuß vom Busbahnhof oder aus der Innenstadt). Außerdem erwarte ich durch das Hallenbad an dieser Stelle mehr Frequenz in der Innenstadt.
Und kurz zur alten Planung (Remscheider Bauunternehmen): Die Beschreibung ist richtig, das Problem wäre nur eine weitere “Verelendung” der Innenstadt. Wir/Ihr haben/habt schon Aldi und Lidl das Bauen auf der “grünen Wiese” falscher Weise erlaubt. Nach dem Wegzug an der unteren Eich ist die Frequenz von Kunden dort stark zurück gegangen.
Ein Stern für Herr Henning Rehse für Zahlen und Fakten aus erster Hand, so funktioniert gute und informative Kommunalpolitik.
Nachtrag – Unterlagen zum Kommentar von Henning Rehse
a) ISEKInnovationsquartier_2025-09–21_Versand
b) Anlage3_Sanierungsgebiet
Der Kommentator Henning Rehse liefert konkrete Zahlen (PDF) und einen Insider-Rückblick auf lokale Großprojekte der Vergangenheit. Der Hinweis auf eine mögliche Verteuerung noch vor Baubeginn ist ebenfalls wichtig. Mit einer weiteren Verteuerung während der Bauphase muss möglicherweise mit Blick auf den Vergabevertrag ebenfalls gerechnet werden. Jetzt fehlen noch die Angaben zu den jährlichen Instandhaltungskosten des Klimateiches und des Gebäudemanagements für das Haus der Vereine. Liegt für dieses Haus eigentlich eine Bedarfsanalyse und ein schlüssiges Konzept vor? Vielleicht kann jemand noch einen Grundriss beisteuern? Der Prüfstand nimmt Gestalt an. Ich zolle allen Respekt, die den Mut haben, eigene bisherige Positionen zu diesem Projekt zu überdenken.
Fördergelder
Die hier bislang vorgetragenen Argumente und Kritikpunkte sind durchweg richtig und bedenkenswert.
Das Wort Fördergelder hat eine schon magische drogenähnliche Wirkung: Für Schönes und Wünschenswertes gibt es Geld von Dritten.
Es sei daran erinnert, dass erstens dieses Geld der Dritten letztendlich auch von Bürgern und Unternehmen gezahlte Steuern sind, zweitens es einen selbst zu finanzierenden Eigenanteil gibt und drittens Förderprojekte stets zu einer Verzögerung der Investition führen, die ihrerseits über die Kostensteigerung das Projekt nicht unerheblich verteuert.
Vor kurzem hat das Land erst mitgeteilt, dass es 13,1 Mio.€ Altschulden Wermelskirchens übernimmt, das sind weniger als 10% aller Schulden der Stadt. 139 Mio.€ Schulden bleiben. Diese Altschuldenübernahme entlastet den städtischen Haushalt um jährlich ca. 600T€ – immerhin.
Im September wurde dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr die aktuelle Kostenaufstellung zu Rhombus (liegt dem Administrator dieses Blogs vor) vorgelegt. Die Stadt Wermelskirchen hat für das Projekt netto nach Abzug der Fördermittel 28.660 Mio.€ aufzubringen. Das sind mehr als doppelt so viele neue Schulden, als Altschulden getilgt wurden. Dazu kommen noch dringend notwendige Schulprojekte wie Tente, die auch größtenteils über neue Schulden finanziert werden und die jährliche Belastung weiter ansteigen lassen.
Der Hinweis, dass die Politik hierüber ganzheitlich beraten und entscheiden muss, sind also absolut richtig.
Dabei sollte aber auch einmal an die Historie hinsichtlich städtischer Großprojekte erinnert werden. Jeder sollte gerade diese Projekte in der Nachbetrachtung auf Kosten und Nutzen einmal kritisch hinterfragen.
2005 wurde der Schwanenplatz komplett umgestaltet.
Es folgte der Innenstadtausbau. Hüpp und Rhombus stehen jetzt an – alles mit dem Hinweis auf die Förderung bejubelt und beschlossen.
Parallel ließ sich die Stadt dann aber auch noch ihre Wünsche und Vorstellungen mit Millionenbeträgen etwas kosten:
Der Kaufpreis des Loches-Platz wurde mit einem siebenstelligen Betrag zugunsten des Investors gefördert, obwohl es Optionen gab, den Platz auch anders zu gestalten und zu bebauen, halt ohne Subventionierung – aber die heutige Version musste es sein, koste es, was es wolle, im wahrsten Sinne des Wortes.
2011 – also vor 15 Jahren – trat die Eigentümergemeinschaft des Rhombus-Geländes, das sich ausschließlich in Privatbesitz befand, mit einem komplett privaten Investorenkonzept an die Stadt heran. Die Gemeinschaft wollte komplett in privater Regie mit einem Remscheider Investor die Fläche entwickeln, sanieren, bebauen und vermarkten. Einziger Part der Stadt wäre die genehmigungstechnische Seite gewesen. Eine Minderheit in Rat und Verwaltung, zu der ich auch gehörte, war vor 15 Jahren bereit, diesem Konzept zu folgen. eine Mehrheit sah dies allerdings anders und schloss Einzelhandel jenseits der Dellmannstraße aus zumindest theoretisch nachvollziehbaren Gründen aus. Damit war das Projekt gestorben und die Brache blieb jahrelang liegen.
Bereits vor Jahren war klar, dass das Hallenbad technisch baulich in seine Lebensendphase einbog. Völlig richtig: Ein neues Hallenbad musste über kurz oder lang her. Erste Kostenschätzungen für ein angemessenes neues Bad am Quellenweg lagen bei unter 10 Mio.€. Dieses Bad könnte seit Jahren in Betrieb sein, wenn es nicht immer wieder neue „Ideen“ gegeben hätte.
Jüngste Idee war dann eben das „Zusammenbinden“ von Rhombus und Hallenbad im jetzigen Projekt.
Heißt also, dass man für netto 28,660 Mio.€ in ein paar Jahren ein „Hallenbad plus“ bekommt, während man vor einigen Jahren für weniger als 10 Mio.€ „nur“ ein Hallenbad bekommen hätte.
Wenn man sich denn in der finanziellen Situation der Stadt die ganzen Vorstellungen, Vorgaben in Form von „Add-Ons“ (noch) leisten kann…
… darüber muss in der Tat gesprochen werden!
Anhang: PDF-Datei
Wenn man den Beitrag und die Diskussion hier liest, bleibt vor allem eines zurück: ein enormes Maß an Unklarheit – und genau das ist der Kern des Problems. Ein solches Zentrum auf einem Gelände zu errichten, bei dem bis heute nicht einmal verlässlich geklärt ist, welche Folgekosten durch mögliche Bodenkontaminierungen entstehen können, wirkt weder verantwortungsvoll noch zukunftsorientiert. Wer zahlt am Ende, wenn sich die Risiken materialisieren? Darüber wird erstaunlich wenig gesprochen.
Auch das immer wieder bemühte „Haus der Vereine“ sollte man sehr kritisch hinterfragen. Warum wird so getan, als gäbe es in Wermelskirchen keine Alternativen? Im Zuge der Hüpptal-Entwicklung rund um den Fußballplatz hätte man die bestehende Anlage gezielt für die Vereine weiterentwickeln können. Unterhalb des Quellenbades liegt zudem eine große Brachfläche – mutmaßlich ein ehemaliger Fußballplatz –, die heute vor sich hin verrottet. Wer diese Fläche sieht, kann die weltfremden Beteuerungen der Politik über die angeblich so hohe Wertschätzung der Vereinsarbeit kaum noch ernst nehmen.
Gerade hier hätte sich eine echte Chance geboten: Warum nicht die Sanierung des Quellenbades mit der Schaffung eines wirklichen, funktionalen Zentrums für Vereine verbinden? Ein Ort, der erreichbar ist, sicher, sinnvoll eingebettet – und nicht ein Prestigeprojekt an fragwürdiger Stelle.
Ein konkretes Beispiel macht das Dilemma deutlich: der Judoclub Wermelskirchen. Hier wird Woche für Woche großartige Arbeit geleistet. Eine beeindruckende Anzahl von Kindern trainiert dort, angeleitet von Ehrenamtlichen, denen man gar nicht genug Respekt entgegenbringen kann. Und doch: Haben sich die Verantwortlichen einmal angesehen, in welcher Umgebung die Kinder zum Training kommen müssen? Dichtes Bus- und Autoverkehrsaufkommen, Eltern mit Kindern, die zwischen Fahrzeugen Straßen überqueren, praktisch keine Parkmöglichkeiten. Dass hier noch nichts Ernsthaftes passiert ist, grenzt an ein Wunder.Es ist beschämend für Wermelskirchen, ein solches Engagement zwar in Sonntagsreden zu loben, es aber strukturell im Stich zu lassen. Ein echtes „Haus der Vereine“, sinnvoll gelegen und sicher erreichbar, wäre für Kinder, Eltern, Ehrenamtliche und letztlich für die gesamte Stadt ein Gewinn.
Das Rhombus-Projekt hingegen wirkt derzeit vor allem wie ein Gewinn für wenige. Für die breite Allgemeinheit – und insbesondere für die Vereine – ist dieser Mehrwert bislang nicht erkennbar.
Und hier noch eine Antwort auf Herrn Ulinski hinsichtlich der Schadstoffbelastung des Rhombusareals:
Ich zitiere die Verwaltung: „Teile des brachliegenden Areals sind aufgrund der Vornutzung (u.a. Galvanik) mit Schadstoffen belastet, sodass eine Bodensanierung notwendig ist….“ „Die mit der Qualifizierung des Standorts verbundenen Kosten waren bisher ein wesentlicher entwicklungshemmender Faktor, da eine privatwirtschaftlich rentierliche Investition, die die Ziele der Stadtentwicklung der Stadt Wermelskirchen berücksichtigt…. “
Wer soll denn die seit langem fällige Entsorgung übernehmen? Ich halte es für wesentlich umweltgerechter, wenn eine Kommune die Sanierung mindestens intensiv beobachtet, wenn nicht besser direkt beauftragt, als wenn das die privaten gewinnorientierten Eigentümer übernehmen. Nicht nur dort gab es schon Strafen für das unsachgemäße Entsorgen von Gefahrenstoffen.
Die Entsorgung der Schadstoffe ist in den Gesamtkosten auch enthalten. Ob es auch hier zu Kostensteigerungen kommt, hoffe ich nicht. Voruntersuchungen hat es auf jeden Fall reichlich gegeben.
Aber was wäre denn zukunftsorientiert? Alles lassen so wie es ist?
Zum „verrotteten“ Fußballplatz /der alte Ascheplatz im Eifgen. Der wurde aufgegeben im Zuge der Umwandlung des Rasenplatzes zu einem Kunstrasenplatz (wesentlich höhere Nutzungszeiten, Kosten reduzieren). Die eine Hälfte wurde daraufhin als Leichtathletikfeld (Kugelstoßen und Speerwerfen sind auf einem Kunstrasenplatz nicht empfehlenswert) vor allem für die Schüler*innen des Gymnasiums (Sportabitur) hergerichtet. Die andere Hälfte sollte mal ein Bolzplatz werden, da scheint aber kein Bedarf zu sein. Unmittelbar darunter ist ja noch ein Bolzplatz. Das hat kaum was mit Wertschätzung von Vereinsarbeit zu tun.
Lieber Herr Dähn, ein Wachrüttler zur gegebenen Zeit.
Vielen Dank für diesen Bericht!!!
Ich hoffe nur dass unsere gewählten Vertreter die Weitsichtigkeit besitzen über den Tellerrand zu schauen.
Ich bin der Meinung das andere Projekte, Krankenhaus, Schulen, Kindergärten einen dringenderen Handlungsbedarf haben. Daher würde ich den Bau des neuen Hallenbades auf dem Rombusgelände bis auf weiteres zurück stellen.
Guten Abend,
ich habe persönlich an der Vorstellung des Projektes im Rahmen des Beirats für Menschen mit Behinderung teilgenommen. Nach meiner Wahrnehmung und Einschätzung ist es kein Projekt welches den Namen “Leuchtturm” verdient hat. Es geht nicht nur darum, dass einige wesentliche Detailfragen nicht beantwortet werden konnten, sondern vielmehr um den Mehrwert für die Stadt und die Bürger. Genau das kann ich in dem Konzept nicht erkennen. Die Lage des Rhombusgeländes mit seinen enormen Höhendifferenzen ist schlicht und ergreifend ungünstig. Der Zuschnitt einiger Räume ist schlauchartig, was eine Nutzung extrem schwierig machen wird. Ob der Zuschnitt der Räume für die VHS günstig ist kann ich nicht beurteilen, auf jeden Fall ist sie dann schlechter zu erreichen als heute. Wo ist also der Mehrwert für die Bürger? Warum soll für das Projekt so viel Geld ausgeben werden, wo doch andere Investitionen wie Kitas,Schulen, Straßen etc viel wichtiger sind?
Übrigens, die Pläne für den Hallenbadbau am Eifgen sind wesentlichen professioneller und besser durchdacht! Schade um das Geld für die Planungskosten.
Ralf Schöneweiẞ
Unser Hallenbad ist, wie ich immer gerne scherze, das einzige Hallenbad mit einer eignen Internetpräsenz um die Bürger zu informieren, wann es zufällig mal geöffnet ist…
Die Tage dieser Schwimmarena sind schon längst gezählt und jeder weitere Öffnungstag kostet wohl mehr, als er Nutzen bringt. Bevor man hier weiter investiert, wie zB in ein völlig unsinniges KI-basiertes Sicherheitssystem, sollte man einen Neubau vorantreiben. Dieser ist eigentlich schon lange überfällig.
Natürlich gibt es das nicht umsonst. Ja, so ein Neubau ist teuer…
Wird für ein neues Bad mehr Personal benötigt? Werden die Energiekosten durch den Neubau steigen? Eher unwahrscheinlich, da Isolierung und Technik endlich mal dem neuesten Stand der Technik entsprechen.
Ausserdem gibt es dazu doch bestimmt belastbare Zahlen, oder, wie in Wermelskirchen üblich, sicherlich ein Gutachten.
GeldVERSCHWENDUNG gibt es in Wermelskirchen genügend an anderen Stellen…
Das ginge hier jetzt aber zu weit.
Von dem Geld, das in den letzten 30 Jahren allein für die Energiekosten des größten einzelnen Verbrauchers, nämlich fürs Quellenbad wortwörtlich verbrannt wurde, hätte man zwei neue bauen können, und ja natürlich: Das neue Bad wird rd. 2/3 weniger Energie verbrauchen als das alte.
Sagen Sie das dem langjährig an der Umsetzung des Konzeptes “Energetische Gebäudesanierung” gescheiterten Verantwortlichen!
Die richtige Schlussfolgerung ziehen Sie Herr Dähn. Es sollte im Sinne Wermelskirchens eine ehrliche Differenzierung nach Notwendigkeiten und Wünschenswertem erfolgen in Anbetracht der finanziellen Aussichten. Selbst notwendige Investitionen und Erhaltungsmaßnahmen müssten priorisiert werden. Wie ich es im Wahlkampf letztes Jahr bereits vertreten habe, man muss selbstverständlich das Rhombusprojekt gegen z.b. die Finanzierung des Krankenhauses, Schulentwicklung u..a. wichtige Themen aufwiegen. Genau das war die Bekenntnis für das Rhombusprojekt: eine Entscheidung- die weit reicht…Jan Beschoten
Schon gemerkt? Das alte Krankenhaus an der Königstraße ist wirtschaftlich tot und mit noch so viel Geld nicht zu reanimieren. Wermelskirchen braucht keinen abgewirtschafteten Betonklotz aus den 1960er Jahren, sondern ein funktionierendes System medizinischer Grundversorgung. Der Anspruch als “Vollsortimenter” wird schon lange nicht mehr erfüllt.
Ein wirklich tolles Objekt und für das WK Image ein Highlight.
Wenn da nicht die Kosten und im besonderen die Folgekosten wären?
Dringender Handlungsbedarf anderer Objekte ‚so wie im Bericht erwähnt, sehr ich als Notwendiger an.