Schlaganfall – Eine Serie (Teil 2)

In die­sem Teil geht es um Blut­hoch­druck und Arte­rio­skle­ro­se als zen­tra­le Risi­ko­fak­to­ren

Im ers­ten Teil die­ser Serie wur­de deut­lich, dass gegen eini­ge Schlag­an­fäl­le unter bestimm­ten Umstän­den vor­ge­beugt wer­den kann. Ent­schei­dend ist das früh­zei­ti­ge Erken­nen und Behan­deln soge­nann­ter beein­fluss­ba­rer Risi­ko­fak­to­ren. Zwei davon behan­deln wir in die­sem Teil: Blut­hoch­druck und Arte­rio­skle­ro­se.

Bluthochdruck – der wichtigste Risikofaktor

Der Blut­hoch­druck, medi­zi­nisch Hyper­to­nie, gilt als der bedeu­tends­te ein­zel­ne Risi­ko­fak­tor für einen Schlag­an­fall. Ein dau­er­haft erhöh­ter Blut­druck schä­digt die Innen­wän­de der Blut­ge­fä­ße und begüns­tigt lang­fris­tig die Ent­ste­hung von Gefäß­ver­kal­kun­gen. Je höher der Blut­druck ist und je län­ger er unbe­han­delt bleibt, des­to grö­ßer ist das Risi­ko für einen Schlag­an­fall oder Herz­in­farkt. Stu­di­en zei­gen, dass ein unbe­han­del­ter Blut­hoch­druck das Schlag­an­fall­ri­si­ko bis um das Fünf­fa­che erhö­hen kann.

Was begüns­tigt Blut­hoch­druck?

Meh­re­re Fak­to­ren tra­gen zur Ent­wick­lung einer Hyper­to­nie bei:

  • Bewe­gungs­man­gel
  • Über­ge­wicht
  • fal­sche Ernäh­rung und hoher Salz­kon­sum
  • star­ker Alko­hol­kon­sum
  • Rau­chen
  • chro­ni­scher Stress

Vie­le Betrof­fe­ne bemer­ken lan­ge Zeit kei­ne Beschwer­den – wes­halb Blut­hoch­druck oft erst spät erkannt wird.

Was hilft gegen Bluthochdruck?

Eine Ände­rung des Lebens­stils kann den Blut­druck in vie­len Fäl­len deut­lich sen­ken. Dazu gehö­ren:

  • regel­mä­ßi­ge Bewe­gung
  • Gewichts­re­duk­ti­on
  • salz- und fett­re­du­zier­te Ernäh­rung
  • bewuss­ter Umgang mit Stress
  • Ver­zicht auf Niko­tin

Rei­chen die­se Maß­nah­men nicht aus, ste­hen gut wirk­sa­me Medi­ka­men­te zur Ver­fü­gung. Deren Ein­nah­me soll­te immer in enger Abstim­mung mit der behan­deln­den Haus- oder Fach­arzt­pra­xis erfol­gen.

Arteriosklerose – schleichende Gefahr für die Gefäße

Die Arte­rio­skle­ro­se beschreibt krank­haf­te Ver­än­de­run­gen der Blut­ge­fä­ße durch Abla­ge­run­gen aus Cho­le­ste­rin, Blut­zel­len, Bin­de­ge­we­be und Kalk. Die­se soge­nann­ten Plaques ent­ste­hen über Jah­re hin­weg und ver­än­dern Struk­tur sowie Elas­ti­zi­tät der Arte­ri­en.

Die Gefä­ße ver­en­gen sich, der Blut­fluss wird behin­dert und das Risi­ko für Gefäß­ver­schlüs­se steigt. Beson­ders gefähr­lich sind insta­bi­le Plaques: Sie kön­nen auf­rei­ßen, mit dem Blut­strom wei­ter­trans­por­tiert wer­den und klei­ne­re Gefä­ße – etwa im Gehirn – ver­schlie­ßen. Ein Schlag­an­fall kann die Fol­ge sein.

Gemeinsame Risikofaktoren

Blut­hoch­druck und Arte­rio­skle­ro­se ver­stär­ken sich gegen­sei­tig. Zu den wich­tigs­ten Aus­lö­sern zäh­len:

  • Rau­chen
  • Blut­hoch­druck
  • Dia­be­tes mel­li­tus
  • erhöh­te Blut­fett­wer­te
  • Bewe­gungs­man­gel

Fazit

Blut­hoch­druck und Arte­rio­skle­ro­se zäh­len neben vie­len ande­ren zu den bedeu­tends­ten Ursa­chen für einen Schlag­an­fall. Bei­de Erkran­kun­gen ent­wi­ckeln sich oft unbe­merkt, sind jedoch in hohem Maße beein­fluss­bar. Ein gesun­der Lebens­stil, regel­mä­ßi­ge Vor­sor­ge­un­ter­su­chun­gen und eine kon­se­quen­te Behand­lung kön­nen das Schlag­an­fall­ri­si­ko an die­sen Punk­ten sen­ken.

Fort­set­zung folgt mit der Caro­tiss­teno­se und dem Vor­hof­flim­mern


Akti­vi­tä­ten der Schlag­an­fall­hil­fe Ber­gisch Land e.V.

Joel Mas­sing hat sei­nen Mas­ter­ab­schluss an der Deut­schen Sport­hoch­schu­le Köln erwor­ben und pro­mo­viert dort der­zeit. Im Rah­men sei­ner Pro­mo­ti­on führt er gemein­sam mit sei­ner Dok­tor­mut­ter Prof. Dr. Kla­ra Bri­xi­us eine wis­sen­schaft­li­che Stu­die durch. Teil der Stu­die ist es zu unter­su­chen, wie inno­va­ti­ve Trai­nings­ge­rä­te wie der ICAROS Guar­di­an Schlag­an­fall­pa­ti­en­tin­nen und ‑pati­en­ten bei der Reha­bi­li­ta­ti­on unter­stüt­zen kön­nen.

Die Stu­die wird in Koope­ra­ti­on mit der Schlag­an­fall­hil­fe Ber­gisch Land durch­ge­führt. Bestand­teil des Pro­jekts ist eine sechs­wö­chi­ge Test­pha­se, in der die Teil­neh­men­den zwei­mal pro Woche mit dem ICAROS Guar­di­an trai­nie­ren.

Am 16. Janu­ar fin­det zunächst eine Ein­gangs­un­ter­su­chung mit ärzt­li­cher Kon­trol­le für alle Teil­neh­men­den statt. Der Start der Übungs­pha­se ist Diens­tag, der 27. Janu­ar. Die Trai­nings­ein­hei­ten wer­den jeweils diens­tags und don­ners­tags zwi­schen 10 und 16 Uhr ange­bo­ten.

Inter­es­sier­te sind herz­lich ein­ge­la­den, vor­bei­zu­kom­men, das Trai­ning aus­zu­pro­bie­ren oder zuzu­schau­en. Eine Ter­min­ver­ein­ba­rung ist erwünscht.


Denn eines ist klar: Es kann jeder­zeit jeden tref­fen.

Kon­takt:
Schlag­an­fall­hil­fe Ber­gisch Land e.V.
Eich 47 in 42929 Wer­mels­kir­chen

Tel. 02196 7379284 (spre­chen Sie auf den Anruf­be­ant­wor­ter, Ihr Anruf wird wei­ter­ge­lei­tet)

oder per E‑Mail info@schlaganfall-wk.de

https://schlaganfall-wk.de

Bild: KI / Quel­len: Stif­tung Deut­sche Schlag­an­fall­hil­fe / Schlag­an­fall­hil­fe Ber­gisch Land e.V.


Bei­trä­ge zum The­ma Schlag­an­fall in die­ser Serie

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