In diesem Teil geht es um Bluthochdruck und Arteriosklerose als zentrale Risikofaktoren
Im ersten Teil dieser Serie wurde deutlich, dass gegen einige Schlaganfälle unter bestimmten Umständen vorgebeugt werden kann. Entscheidend ist das frühzeitige Erkennen und Behandeln sogenannter beeinflussbarer Risikofaktoren. Zwei davon behandeln wir in diesem Teil: Bluthochdruck und Arteriosklerose.
Bluthochdruck – der wichtigste Risikofaktor
Der Bluthochdruck, medizinisch Hypertonie, gilt als der bedeutendste einzelne Risikofaktor für einen Schlaganfall. Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck schädigt die Innenwände der Blutgefäße und begünstigt langfristig die Entstehung von Gefäßverkalkungen. Je höher der Blutdruck ist und je länger er unbehandelt bleibt, desto größer ist das Risiko für einen Schlaganfall oder Herzinfarkt. Studien zeigen, dass ein unbehandelter Bluthochdruck das Schlaganfallrisiko bis um das Fünffache erhöhen kann.
Was begünstigt Bluthochdruck?
Mehrere Faktoren tragen zur Entwicklung einer Hypertonie bei:
- Bewegungsmangel
- Übergewicht
- falsche Ernährung und hoher Salzkonsum
- starker Alkoholkonsum
- Rauchen
- chronischer Stress
Viele Betroffene bemerken lange Zeit keine Beschwerden – weshalb Bluthochdruck oft erst spät erkannt wird.
Was hilft gegen Bluthochdruck?
Eine Änderung des Lebensstils kann den Blutdruck in vielen Fällen deutlich senken. Dazu gehören:
- regelmäßige Bewegung
- Gewichtsreduktion
- salz- und fettreduzierte Ernährung
- bewusster Umgang mit Stress
- Verzicht auf Nikotin
Reichen diese Maßnahmen nicht aus, stehen gut wirksame Medikamente zur Verfügung. Deren Einnahme sollte immer in enger Abstimmung mit der behandelnden Haus- oder Facharztpraxis erfolgen.
Arteriosklerose – schleichende Gefahr für die Gefäße
Die Arteriosklerose beschreibt krankhafte Veränderungen der Blutgefäße durch Ablagerungen aus Cholesterin, Blutzellen, Bindegewebe und Kalk. Diese sogenannten Plaques entstehen über Jahre hinweg und verändern Struktur sowie Elastizität der Arterien.
Die Gefäße verengen sich, der Blutfluss wird behindert und das Risiko für Gefäßverschlüsse steigt. Besonders gefährlich sind instabile Plaques: Sie können aufreißen, mit dem Blutstrom weitertransportiert werden und kleinere Gefäße – etwa im Gehirn – verschließen. Ein Schlaganfall kann die Folge sein.
Gemeinsame Risikofaktoren
Bluthochdruck und Arteriosklerose verstärken sich gegenseitig. Zu den wichtigsten Auslösern zählen:
- Rauchen
- Bluthochdruck
- Diabetes mellitus
- erhöhte Blutfettwerte
- Bewegungsmangel
Fazit
Bluthochdruck und Arteriosklerose zählen neben vielen anderen zu den bedeutendsten Ursachen für einen Schlaganfall. Beide Erkrankungen entwickeln sich oft unbemerkt, sind jedoch in hohem Maße beeinflussbar. Ein gesunder Lebensstil, regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und eine konsequente Behandlung können das Schlaganfallrisiko an diesen Punkten senken.
Fortsetzung folgt mit der Carotisstenose und dem Vorhofflimmern
Aktivitäten der Schlaganfallhilfe Bergisch Land e.V.
Joel Massing hat seinen Masterabschluss an der Deutschen Sporthochschule Köln erworben und promoviert dort derzeit. Im Rahmen seiner Promotion führt er gemeinsam mit seiner Doktormutter Prof. Dr. Klara Brixius eine wissenschaftliche Studie durch. Teil der Studie ist es zu untersuchen, wie innovative Trainingsgeräte wie der ICAROS Guardian Schlaganfallpatientinnen und ‑patienten bei der Rehabilitation unterstützen können.
Die Studie wird in Kooperation mit der Schlaganfallhilfe Bergisch Land durchgeführt. Bestandteil des Projekts ist eine sechswöchige Testphase, in der die Teilnehmenden zweimal pro Woche mit dem ICAROS Guardian trainieren.
Am 16. Januar findet zunächst eine Eingangsuntersuchung mit ärztlicher Kontrolle für alle Teilnehmenden statt. Der Start der Übungsphase ist Dienstag, der 27. Januar. Die Trainingseinheiten werden jeweils dienstags und donnerstags zwischen 10 und 16 Uhr angeboten.
Interessierte sind herzlich eingeladen, vorbeizukommen, das Training auszuprobieren oder zuzuschauen. Eine Terminvereinbarung ist erwünscht.
Denn eines ist klar: Es kann jederzeit jeden treffen.
Kontakt:
Schlaganfallhilfe Bergisch Land e.V.
Eich 47 in 42929 Wermelskirchen
Tel. 02196 7379284 (sprechen Sie auf den Anrufbeantworter, Ihr Anruf wird weitergeleitet)
oder per E‑Mail info@schlaganfall-wk.de
Bild: KI / Quellen: Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe / Schlaganfallhilfe Bergisch Land e.V.
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