Mehr Geld fürs Saubermachen im Rheinisch-Bergischen Kreis

Im Rhei­nisch-Ber­gi­schen Kreis sor­gen rund 2.120 Rei­ni­gungs­kräf­te täg­lich für Sau­ber­keit in Büros, Schu­len und Kran­ken­häu­sern. Sie sind bei ins­ge­samt 84 Unter­neh­men beschäf­tigt – und kön­nen sich ab Janu­ar über bes­se­re Bezah­lung freu­en. Der Min­dest­lohn in der Gebäu­de­rei­ni­gung steigt auf 15 Euro pro Stun­de. Das teilt die Indus­trie­ge­werk­schaft Bau­en-Agrar-Umwelt (IG BAU) Köln-Bonn mit und beruft sich dabei auf Zah­len der Arbeits­agen­tur.

Für Beschäf­tig­te in der Außen­rei­ni­gung, etwa bei der Fas­sa­den- oder Fens­ter­rei­ni­gung, liegt der Min­dest­lohn künf­tig sogar bei 18,40 Euro pro Stun­de. „Das sind ver­bind­li­che Lohn­un­ter­gren­zen, an die sich alle Gebäu­de­rei­ni­gungs­be­trie­be im Rhei­nisch-Ber­gi­schen Kreis hal­ten müs­sen“, erklärt Meh­met Peri­san, Vor­sit­zen­der der IG BAU Köln-Bonn.

Nach Anga­ben der Gewerk­schaft han­delt es sich bei der Gebäu­de­rei­ni­gung um einen kör­per­lich anstren­gen­den und zugleich gesell­schaft­lich wich­ti­gen Beruf. Die neu­en Bran­chen-Min­dest­löh­ne sei­en des­halb ein Schritt zu mehr Fair­ness. „Gebäu­de­rei­ni­ge­rin­nen und Gebäu­de­rei­ni­ger leis­ten tag­täg­lich har­te Arbeit. Die­se wird jetzt deut­lich bes­ser aner­kannt“, so Peri­san.

Auch für jun­ge Men­schen kön­ne sich eine Aus­bil­dung im Gebäu­de­rei­ni­ger-Hand­werk loh­nen. Die Aus­bil­dungs­ver­gü­tun­gen lie­gen laut IG BAU bereits im ers­ten Jahr bei 1.000 Euro im Monat. Im zwei­ten Aus­bil­dungs­jahr stei­gen sie auf 1.150 Euro, im drit­ten auf 1.300 Euro monat­lich.

Mit der Lohn­er­hö­hung setzt die Bran­che ein kla­res Signal für bes­se­re Arbeits­be­din­gun­gen – und für mehr Wert­schät­zung eines Berufs, ohne den im All­tag kaum etwas funk­tio­nie­ren wür­de.

Foto: KI

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