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	Kommentare zu: Der Beinaheunfall	</title>
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	<description>Ein Ort für Informationen, Meinungen, Kommentare, Hinweise, Tipps und Service, Termine und Veranstaltungen, Meldungen, Wermelskirchen betreffend und von öffentlichem Belang.</description>
	<lastBuildDate>Mon, 24 Aug 2026 08:56:59 +0000</lastBuildDate>
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		<title>
		Von: Stephan Kauderer		</title>
		<link>https://forumwk.de/2026/08/22/der-beinaheunfall/#comment-2402</link>

		<dc:creator><![CDATA[Stephan Kauderer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Aug 2026 08:56:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Kommentare hier treffen nicht den wesentlichen Punkt des Artikels. Ich selbst komme nicht aus einer Generation, die die gesellschaftliche Atmosphäre der 60er- und 70er-Jahre aus eigener Erfahrung beurteilen könnte. Deshalb möchte ich mir auch gar nicht anmaßen zu sagen, ob man damals freier, unfreier oder vielleicht sogar unter deutlich größerem gesellschaftlichem Anpassungsdruck seine Meinung äußern konnte. 

Ich glaube allerdings auch nicht, dass genau dieser Vergleich der Kern der Aussage des Polizisten gewesen ist.

Für mich geht es vielmehr darum, dass sich die gesellschaftliche Debatte heute grundlegend verändert hat. Wir diskutieren öffentlich über sehr viel mehr Themen als früher nicht zuletzt durch das Internet, soziale Medien und auch Plattformen wie dieses Forum. Fragen, die früher vielleicht nur im privaten Umfeld oder innerhalb bestimmter gesellschaftlicher Gruppen besprochen wurden, werden heute unmittelbar einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das ist zunächst einmal etwas Positives. Gleichzeitig entstehen dadurch aber auch sehr viel mehr Berührungspunkte, an denen Menschen mit unterschiedlichen Wertvorstellungen, Empfindlichkeiten und Überzeugungen aufeinandertreffen. Damit steigt zwangsläufig auch die Wahrscheinlichkeit, mit einer Äußerung anzuecken oder für eine bestimmte Position sehr schnell einer politischen oder gesellschaftlichen Schublade zugeordnet zu werden.

Genau hier finde ich das Bild der Seerosen passend. Jede einzelne gesellschaftliche Debatte, jedes Anliegen und auch jede persönliche Empfindlichkeit hat zunächst ihre Berechtigung. Wenn aber immer mehr davon gleichzeitig Raum beanspruchen, wird der freie Raum dazwischen kleiner. Nicht, weil jemand diesen Raum bewusst abschaffen möchte, sondern weil die Zahl der Themen, Erwartungen und möglichen Konfliktpunkte immer größer wird.

Ich verstehe die Aussage deshalb auch überhaupt nicht als Wunsch, in irgendeine vermeintlich bessere Vergangenheit zurückzukehren. Es geht meines Erachtens vielmehr darum, eine Entwicklung der heutigen Gesellschaft wahrzunehmen und sich bewusst zu machen, welche Auswirkungen sie auf unseren Umgang miteinander haben kann.

Denn die entscheidende Frage ist für mich nicht nur, ob jemand seine Meinung rechtlich äußern darf. Entscheidend ist auch, ob wir als Gesellschaft noch in der Lage sind, unterschiedliche Auffassungen auszuhalten, ohne aus einer einzelnen Aussage unmittelbar ein Urteil über den gesamten Menschen abzuleiten.

Vielleicht war das früher genauso oder sogar schlimmer, das kann und möchte ich nicht beurteilen. Aber das sollte uns nicht davon abhalten, darüber zu sprechen, wie wir heute miteinander diskutieren und ob wir es schaffen können, den gesellschaftlichen Preis für eine abweichende Meinung wieder etwas niedriger zu halten. 

[Redaktionell wurden hier der Übersichtlichkeit halber zwei Kommentare des selben Autors zusammengefügt]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kommentare hier treffen nicht den wesentlichen Punkt des Artikels. Ich selbst komme nicht aus einer Generation, die die gesellschaftliche Atmosphäre der 60er- und 70er-Jahre aus eigener Erfahrung beurteilen könnte. Deshalb möchte ich mir auch gar nicht anmaßen zu sagen, ob man damals freier, unfreier oder vielleicht sogar unter deutlich größerem gesellschaftlichem Anpassungsdruck seine Meinung äußern konnte. </p>
<p>Ich glaube allerdings auch nicht, dass genau dieser Vergleich der Kern der Aussage des Polizisten gewesen ist.</p>
<p>Für mich geht es vielmehr darum, dass sich die gesellschaftliche Debatte heute grundlegend verändert hat. Wir diskutieren öffentlich über sehr viel mehr Themen als früher nicht zuletzt durch das Internet, soziale Medien und auch Plattformen wie dieses Forum. Fragen, die früher vielleicht nur im privaten Umfeld oder innerhalb bestimmter gesellschaftlicher Gruppen besprochen wurden, werden heute unmittelbar einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das ist zunächst einmal etwas Positives. Gleichzeitig entstehen dadurch aber auch sehr viel mehr Berührungspunkte, an denen Menschen mit unterschiedlichen Wertvorstellungen, Empfindlichkeiten und Überzeugungen aufeinandertreffen. Damit steigt zwangsläufig auch die Wahrscheinlichkeit, mit einer Äußerung anzuecken oder für eine bestimmte Position sehr schnell einer politischen oder gesellschaftlichen Schublade zugeordnet zu werden.</p>
<p>Genau hier finde ich das Bild der Seerosen passend. Jede einzelne gesellschaftliche Debatte, jedes Anliegen und auch jede persönliche Empfindlichkeit hat zunächst ihre Berechtigung. Wenn aber immer mehr davon gleichzeitig Raum beanspruchen, wird der freie Raum dazwischen kleiner. Nicht, weil jemand diesen Raum bewusst abschaffen möchte, sondern weil die Zahl der Themen, Erwartungen und möglichen Konfliktpunkte immer größer wird.</p>
<p>Ich verstehe die Aussage deshalb auch überhaupt nicht als Wunsch, in irgendeine vermeintlich bessere Vergangenheit zurückzukehren. Es geht meines Erachtens vielmehr darum, eine Entwicklung der heutigen Gesellschaft wahrzunehmen und sich bewusst zu machen, welche Auswirkungen sie auf unseren Umgang miteinander haben kann.</p>
<p>Denn die entscheidende Frage ist für mich nicht nur, ob jemand seine Meinung rechtlich äußern darf. Entscheidend ist auch, ob wir als Gesellschaft noch in der Lage sind, unterschiedliche Auffassungen auszuhalten, ohne aus einer einzelnen Aussage unmittelbar ein Urteil über den gesamten Menschen abzuleiten.</p>
<p>Vielleicht war das früher genauso oder sogar schlimmer, das kann und möchte ich nicht beurteilen. Aber das sollte uns nicht davon abhalten, darüber zu sprechen, wie wir heute miteinander diskutieren und ob wir es schaffen können, den gesellschaftlichen Preis für eine abweichende Meinung wieder etwas niedriger zu halten. </p>
<p>[Redaktionell wurden hier der Übersichtlichkeit halber zwei Kommentare des selben Autors zusammengefügt]</p>
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		<item>
		<title>
		Von: Harald Heidbüchel		</title>
		<link>https://forumwk.de/2026/08/22/der-beinaheunfall/#comment-2400</link>

		<dc:creator><![CDATA[Harald Heidbüchel]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Aug 2026 22:47:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://forumwk.de/2026/08/22/der-beinaheunfall/#comment-2399&quot;&gt;Stefan Janosi&lt;/a&gt;.

Ich bin zwar kein geborener bzw  in WK aufgewachsener Dellmann...sondern ein Öcher...hier war es nicht  anders.
Stefan Janosis Wahrnehmung teile ich voll und ganz.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://forumwk.de/2026/08/22/der-beinaheunfall/#comment-2399">Stefan Janosi</a>.</p>
<p>Ich bin zwar kein geborener bzw  in WK aufgewachsener Dellmann…sondern ein Öcher…hier war es nicht  anders.<br>
Stefan Janosis Wahrnehmung teile ich voll und ganz.</p>
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		<item>
		<title>
		Von: Stefan Janosi		</title>
		<link>https://forumwk.de/2026/08/22/der-beinaheunfall/#comment-2399</link>

		<dc:creator><![CDATA[Stefan Janosi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Aug 2026 09:49:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://forumwk.de/?p=12388#comment-2399</guid>

					<description><![CDATA[Seit über 60 Jahren lebe ich überwiegend in Wermelskirchen und kann die Wahrnehmungen (die Menschen sind unfreundlicher geworden) nicht teilen. Wenn ich an meine Jugend in Wermelskirchen der 70er Jahre zurückdenke waren die Menschen keineswegs freundlicher, im Gegenteil. Ende der 60er , Anfang der 70er Jahre war z.B. Toleranz ein Fremdwort. Viele Menschen waren noch geprägt und traumatisiert vom Terrorregime der Nazizeit. Ich erinnere mich noch gut an Lehrer die unverhohlen von soldatischen Traditionen schwärmten und ihre Kriegsgeschichten im Unterricht zum besten gaben. Teilweise herrschte ein repressives Klima was vor allem wir als Jugendliche zu spüren bekamen. Ein freundlicher offener Umgang wie wir ihn teilweise heute kennen, war damals keineswegs die Regel. Wer sich nicht an strenge gesellschaftliche Normen anpassen wollte, musste in Schule oder Arbeit mit Ablehnung oder sogar mit Sanktionen rechnen. 
„In die Ecke gestellt“ wurde man früher übrigens auch ganz schnell. Die Sprüche „geh doch nach drüben“ oder „Bist du Kommunist?“, musste man sich schon anhören allein wenn man nur liberale Forderungen ansprach. (Aus der Zeit stammte übrigens auch der sog. Radikalenerlass). 
Warum träumt man heute von einer Restauration dieser Zeit? Ein Zurück in die Vergangenheit ist keine Lösung für unsere vorhandenen Probleme. Es zeigt lediglich die Unfähigkeit angemessen mit Veränderungen umgehen zu können, und lieber bequemen einfachen Versprechungen zu vertrauen. Genau damit spielen extreme politische Parteien und als Konsequenz erwartet uns schlimmstenfalls ein Rückfall in finstere Zeiten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit über 60 Jahren lebe ich überwiegend in Wermelskirchen und kann die Wahrnehmungen (die Menschen sind unfreundlicher geworden) nicht teilen. Wenn ich an meine Jugend in Wermelskirchen der 70er Jahre zurückdenke waren die Menschen keineswegs freundlicher, im Gegenteil. Ende der 60er , Anfang der 70er Jahre war z.B. Toleranz ein Fremdwort. Viele Menschen waren noch geprägt und traumatisiert vom Terrorregime der Nazizeit. Ich erinnere mich noch gut an Lehrer die unverhohlen von soldatischen Traditionen schwärmten und ihre Kriegsgeschichten im Unterricht zum besten gaben. Teilweise herrschte ein repressives Klima was vor allem wir als Jugendliche zu spüren bekamen. Ein freundlicher offener Umgang wie wir ihn teilweise heute kennen, war damals keineswegs die Regel. Wer sich nicht an strenge gesellschaftliche Normen anpassen wollte, musste in Schule oder Arbeit mit Ablehnung oder sogar mit Sanktionen rechnen.<br>
„In die Ecke gestellt“ wurde man früher übrigens auch ganz schnell. Die Sprüche „geh doch nach drüben“ oder „Bist du Kommunist?“, musste man sich schon anhören allein wenn man nur liberale Forderungen ansprach. (Aus der Zeit stammte übrigens auch der sog. Radikalenerlass).<br>
Warum träumt man heute von einer Restauration dieser Zeit? Ein Zurück in die Vergangenheit ist keine Lösung für unsere vorhandenen Probleme. Es zeigt lediglich die Unfähigkeit angemessen mit Veränderungen umgehen zu können, und lieber bequemen einfachen Versprechungen zu vertrauen. Genau damit spielen extreme politische Parteien und als Konsequenz erwartet uns schlimmstenfalls ein Rückfall in finstere Zeiten.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Lutz Balschuweit		</title>
		<link>https://forumwk.de/2026/08/22/der-beinaheunfall/#comment-2397</link>

		<dc:creator><![CDATA[Lutz Balschuweit]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Aug 2026 13:45:04 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://forumwk.de/?p=12388#comment-2397</guid>

					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://forumwk.de/2026/08/22/der-beinaheunfall/#comment-2396&quot;&gt;Wilfried Funk&lt;/a&gt;.

Ich glaube, dass man durchaus das Gefühl haben kann, dass sich Deutschland verändert hat und manches heute weniger verbindlich und weniger freundlich wirkt. Das will ich gar nicht bestreiten. Die Zeiten ändern sich halt immer wieder.

Aber ich glaube nicht, dass Deutschland deshalb „nie mehr schön und freundlich“ werden kann oder nicht mehr schön und freundlich ist. Und ich glaube auch nicht, dass früher alles besser und alle Menschen mehr füreinander da waren.

In den vergangenen 20 Jahren ist nämlich auch sehr viel Positives passiert: 

Hier mal eine unvollständige Liste – also ungefähr 2006 bis 2026 – nicht nur unter dem Gesichtspunkt „Was läuft gerade schlecht?“ betrachtet. Eine bewusst breite Sammlung – technische, gesellschaftliche, medizinische, ökologische und alltägliche Fortschritte. Nicht alles davon ist ausschließlich „deutscher Verdienst“, aber es hat Deutschland deutlich verändert:

Erneuerbare Energien sind massiv ausgebaut worden.
Der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch stieg von etwa 10 % im Jahr 2005 auf 55,1 % im Jahr 2025. (Energiewende)
Solarstrom ist vom Nischenprodukt zum Massenprodukt geworden.
Photovoltaik findet man heute auf Privathäusern, Gewerbegebäuden, Balkonen und Freiflächen.
Windkraft wurde massiv ausgebaut.
Deutschland erzeugte 2025 allein aus Windkraft rund 157 TWh Strom – ein Vielfaches dessen, was vor 20 Jahren möglich war. (Energiewechsel)
Elektromobilität ist vom Experiment zum normalen Bestandteil des Straßenverkehrs geworden.
Elektroautos, öffentliche Ladepunkte und private Wallboxen sind heute selbstverständlich.
Wärmepumpen haben sich etabliert.
Eine Technologie, die vor 20 Jahren noch relativ selten war, ist heute für viele Haushalte eine reale Alternative zur Gas- oder Ölheizung.
Die Luft ist in vielen deutschen Städten sauberer geworden.
Schadstoffgrenzwerte, Filtertechnik, modernere Fahrzeuge und der Rückgang bestimmter Emissionen haben die Belastung deutlich reduziert.
Die Arbeitslosigkeit ist gegenüber der Mitte der 2000er Jahre erheblich gesunken.
2005 lag die Arbeitslosenquote nach der heutigen vergleichbaren Destatis-Zeitreihe bei etwa 13 %, 2025 bei 6,3 %. (Statistisches Bundesamt)
Deutschland hatte jahrelang einen außergewöhnlich hohen Beschäftigungsstand.
Vor der aktuellen wirtschaftlichen Schwäche war die Arbeitslosigkeit 2019 beispielsweise auf nur 5,0 % gefallen. (Statistisches Bundesamt)
Frauen sind stärker im Berufsleben angekommen.
Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wurde verbessert.
Elterngeld, Ausbau der Kinderbetreuung und Ganztagsangebote haben vielen Familien mehr Möglichkeiten gegeben.
Väter nehmen wesentlich häufiger Elternzeit als früher.
Kinderbetreuung wurde erheblich ausgebaut.
Deutschland ist gesellschaftlich vielfältiger geworden.
Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen gehören heute ganz selbstverständlich zum deutschen Alltag.
Aus den Flüchtlingen von 2015 sind heute viele etablierte Unternehmer, gut integrierte Mitbürgerinnen und Mitbürger und sogar Freunde geworden.
Die rechtliche Gleichstellung homosexueller Paare wurde vorangebracht.
Seit 2017 gibt es die Ehe für alle.
Diskriminierung wird heute wesentlich stärker thematisiert.
Dinge, die früher einfach hingenommen wurden, werden heute hinterfragt.
Das Bewusstsein für Barrierefreiheit ist gewachsen.
Inklusion ist stärker Bestandteil von Schule, Arbeit und öffentlichem Leben geworden.
Das Internet hat den Zugang zu Wissen geradezu revolutioniert.
Wikipedia, digitale Bibliotheken, YouTube, Onlinekurse, Mediatheken und offene Bildungsangebote ermöglichen heute Wissen, für das man früher Bücher kaufen oder eine Bibliothek aufsuchen musste.
Smartphones haben viele alltägliche Dinge drastisch vereinfacht.
Navigation, Übersetzung, Fahrpläne, Banking, Kommunikation, Tickets, Fotografieren und vieles mehr sind jederzeit verfügbar.
Online-Banking ist selbstverständlich geworden.
Behördengänge werden zunehmend digital möglich.
Noch längst nicht perfekt – aber gegenüber 2006 hat sich sehr viel verändert.
Navigation ist unglaublich präzise geworden.
Ein modernes Smartphone kann praktisch jeden Menschen innerhalb weniger Sekunden zu einem unbekannten Ziel führen.
Übersetzungsprogramme sind enorm besser geworden.
Sprachbarrieren lassen sich heute teilweise in Echtzeit überwinden.
Künstliche Intelligenz ist für normale Bürger zugänglich geworden.
Noch vor wenigen Jahren war leistungsfähige KI hauptsächlich Forschung und großen Unternehmen vorbehalten.
Medizinische Diagnostik hat enorme Fortschritte gemacht.
Krebsbehandlungen sind bei vielen Krebsarten deutlich erfolgreicher geworden.
Moderne bildgebende Verfahren sind wesentlich leistungsfähiger geworden.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen können heute wesentlich besser behandelt werden.
Minimalinvasive Operationstechniken haben sich weiterentwickelt.
Medikamente sind zielgerichteter geworden.
Die Behandlung vieler chronischer Erkrankungen ist besser geworden.
Impfstoffe wurden technologisch weiterentwickelt.
Die Entwicklung und Produktion von mRNA-Impfstoffen während der Corona-Pandemie war wissenschaftlich ein gewaltiger Schritt.
Die medizinische Versorgung von Frühgeborenen hat Fortschritte gemacht.
Digitale Gesundheitsangebote sind entstanden.
Videosprechstunden, elektronische Patientenakte und digitale Rezepte wären 2006 noch ziemlich futuristisch gewesen.
Autos sind erheblich sicherer geworden.
Airbags, ESP, Notbremsassistenten, Spurhalteassistenten und zahlreiche andere Systeme schützen heute vor Unfällen oder reduzieren deren Folgen.
Die Verkehrssicherheit hat sich weiterentwickelt.
Moderne Fahrzeuge erkennen Fußgänger, Radfahrer und Hindernisse.
Die Sicherheit von Kindersitzen ist enorm verbessert worden.
Haushaltsgeräte verbrauchen deutlich weniger Energie als viele ältere Geräte.
LED-Beleuchtung hat die klassische Glühlampe praktisch verdrängt.
Photovoltaik ist dramatisch billiger geworden.
Batteriespeicher sind für Privathaushalte verfügbar geworden.
Elektrofahrräder haben sich durchgesetzt.
Fahrradinfrastruktur wurde in vielen Städten verbessert.
Deutschland hat den Ausbau von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge begonnen und erheblich beschleunigt.
Das Bewusstsein für Klimaschutz ist erheblich gestiegen.
Recycling und Mülltrennung sind stärker etabliert worden.
Viele Unternehmen haben ihre Produktionsprozesse energie- und ressourceneffizienter gemacht.
Lebensmittelverschwendung ist stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt.
Regionale und biologische Lebensmittel sind viel leichter erhältlich als vor 20 Jahren.
Discounter und Supermärkte bieten heute eine enorme Produktvielfalt.
Kontaktloses Bezahlen hat sich durchgesetzt.
Kartenzahlung ist praktisch überall möglich.
Online-Shopping ermöglicht den Zugang zu Produkten aus aller Welt.
Streaming hat Fernsehen und Musik völlig verändert.
Man kann heute praktisch jedes öffentliche Verkehrsmittel digital finden und häufig auch direkt bezahlen.
Fahrpläne und Verspätungen sind in Echtzeit abrufbar.
Kostenlose WLAN-Angebote sind viel verbreiteter geworden.
Glasfaser und schnelle Mobilfunknetze werden ausgebaut.
4G und 5G haben die mobile Kommunikation gewaltig verbessert.
Fotografie ist für praktisch jeden Menschen jederzeit verfügbar.
Videoaufnahmen in hoher Qualität sind mit einem Gerät möglich, das in die Hosentasche passt.
Musik ist praktisch jederzeit verfügbar.
Viele Menschen können heute weltweit mit Familie und Freunden kostenlos oder sehr günstig kommunizieren.
Fernarbeit und Homeoffice sind gesellschaftlich akzeptiert und technisch möglich geworden.
Menschen mit Behinderungen profitieren zunehmend von digitalen Hilfsmitteln.
Spracherkennung funktioniert inzwischen erstaunlich gut.
Automatische Untertitel machen Videos für viele Menschen zugänglicher.
Navigation und Notfallortung können Leben retten.
Das Bewusstsein für psychische Gesundheit ist gestiegen.
Gewalt gegen Frauen und Kinder wird stärker öffentlich thematisiert.
Sexuelle Belästigung wird weniger als „normal“ hingenommen als früher.
Kinderrechte und Kinderschutz haben größere gesellschaftliche Bedeutung bekommen.
Umwelt- und Tierschutz sind wesentlich stärker im Bewusstsein der Bevölkerung verankert.
Viele Flüsse und Gewässer wurden in den vergangenen Jahrzehnten sauberer.
Die deutsche Gesellschaft ist technologisch wesentlich vernetzter geworden.
Wissen ist demokratischer zugänglich geworden.
Ein Schüler in Wermelskirchen kann heute kostenlos auf Wissen zugreifen, für das man früher eine Universitätsbibliothek gebraucht hätte.
Kleine Unternehmen können heute weltweit Kunden erreichen.
Ein Einzelner kann heute mit sehr wenig Geld publizieren.
Ein Blog, Podcast, YouTube-Kanal oder lokales Forum (das Sie hier gerade lesen) kann mit wenigen technischen Mitteln unbegrenzt viele Menschen erreichen.
Lokaler Journalismus kann digital wesentlich günstiger betrieben werden.
Und ein Punkt, der bei solchen Rückblicken gerne vergessen wird:
Deutschland ist trotz aller Probleme immer noch ein ausgesprochen wohlhabendes und sicheres Land.
Wir haben flächendeckend Trinkwasser, Strom, Kanalisation, Müllabfuhr, Krankenhäuser, Schulen, Rettungsdienste, Feuerwehr, Polizei, soziale Sicherung, öffentliche Verkehrsmittel und eine enorme Dichte an medizinischen und technischen Dienstleistungen.
Das bedeutet nicht, dass heute alles besser ist als 2006. Ganz im Gegenteil: Es gibt genügend Entwicklungen, bei denen man kritisch sein kann – Digitalisierung der Verwaltung, Bürokratie, Wohnkosten, Energiepreise, Infrastruktur, wirtschaftliche Entwicklung, politische Polarisierung usw.
Aber wenn man wirklich einmal versucht, nur die positiven Veränderungen der vergangenen 20 Jahre zusammenzutragen, wird die Liste erstaunlich lang.
Und selbst bei einem Punkt wie der Arbeitslosigkeit sieht man, wie sehr sich die Perspektive verändert hat: Von knapp 4,86 Millionen Arbeitslosen 2005 auf gut 2,95 Millionen 2025. (Statistisches Bundesamt)

Vielleicht sollten wir deshalb nicht ständig nur darauf schauen, was verloren gegangen ist, sondern auch auf das, was entstanden ist.

Verantwortung kann man nicht allein von „den Politikern“ erwarten. Ein Land wird nicht dadurch freundlicher und menschlicher, dass wir darauf warten, dass die Politik es richtet. Es beginnt bei uns selbst – im Umgang mit dem Nachbarn, dem Fremden, dem älteren Menschen, demjenigen, der anderer Meinung ist.

Vielleicht ist Deutschland also nicht einfach „schlechter geworden“. Vielleicht ist es vor allem **anders geworden**. Und wie es in Zukunft wird, haben wir alle ein Stück weit selbst in der Hand.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://forumwk.de/2026/08/22/der-beinaheunfall/#comment-2396">Wilfried Funk</a>.</p>
<p>Ich glaube, dass man durchaus das Gefühl haben kann, dass sich Deutschland verändert hat und manches heute weniger verbindlich und weniger freundlich wirkt. Das will ich gar nicht bestreiten. Die Zeiten ändern sich halt immer wieder.</p>
<p>Aber ich glaube nicht, dass Deutschland deshalb „nie mehr schön und freundlich“ werden kann oder nicht mehr schön und freundlich ist. Und ich glaube auch nicht, dass früher alles besser und alle Menschen mehr füreinander da waren.</p>
<p>In den vergangenen 20 Jahren ist nämlich auch sehr viel Positives passiert: </p>
<p>Hier mal eine unvollständige Liste – also ungefähr 2006 bis 2026 – nicht nur unter dem Gesichtspunkt „Was läuft gerade schlecht?“ betrachtet. Eine bewusst breite Sammlung – technische, gesellschaftliche, medizinische, ökologische und alltägliche Fortschritte. Nicht alles davon ist ausschließlich „deutscher Verdienst“, aber es hat Deutschland deutlich verändert:</p>
<p>Erneuerbare Energien sind massiv ausgebaut worden.<br>
Der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch stieg von etwa 10 % im Jahr 2005 auf 55,1 % im Jahr 2025. (Energiewende)<br>
Solarstrom ist vom Nischenprodukt zum Massenprodukt geworden.<br>
Photovoltaik findet man heute auf Privathäusern, Gewerbegebäuden, Balkonen und Freiflächen.<br>
Windkraft wurde massiv ausgebaut.<br>
Deutschland erzeugte 2025 allein aus Windkraft rund 157 TWh Strom – ein Vielfaches dessen, was vor 20 Jahren möglich war. (Energiewechsel)<br>
Elektromobilität ist vom Experiment zum normalen Bestandteil des Straßenverkehrs geworden.<br>
Elektroautos, öffentliche Ladepunkte und private Wallboxen sind heute selbstverständlich.<br>
Wärmepumpen haben sich etabliert.<br>
Eine Technologie, die vor 20 Jahren noch relativ selten war, ist heute für viele Haushalte eine reale Alternative zur Gas- oder Ölheizung.<br>
Die Luft ist in vielen deutschen Städten sauberer geworden.<br>
Schadstoffgrenzwerte, Filtertechnik, modernere Fahrzeuge und der Rückgang bestimmter Emissionen haben die Belastung deutlich reduziert.<br>
Die Arbeitslosigkeit ist gegenüber der Mitte der 2000er Jahre erheblich gesunken.<br>
2005 lag die Arbeitslosenquote nach der heutigen vergleichbaren Destatis-Zeitreihe bei etwa 13 %, 2025 bei 6,3 %. (Statistisches Bundesamt)<br>
Deutschland hatte jahrelang einen außergewöhnlich hohen Beschäftigungsstand.<br>
Vor der aktuellen wirtschaftlichen Schwäche war die Arbeitslosigkeit 2019 beispielsweise auf nur 5,0 % gefallen. (Statistisches Bundesamt)<br>
Frauen sind stärker im Berufsleben angekommen.<br>
Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wurde verbessert.<br>
Elterngeld, Ausbau der Kinderbetreuung und Ganztagsangebote haben vielen Familien mehr Möglichkeiten gegeben.<br>
Väter nehmen wesentlich häufiger Elternzeit als früher.<br>
Kinderbetreuung wurde erheblich ausgebaut.<br>
Deutschland ist gesellschaftlich vielfältiger geworden.<br>
Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen gehören heute ganz selbstverständlich zum deutschen Alltag.<br>
Aus den Flüchtlingen von 2015 sind heute viele etablierte Unternehmer, gut integrierte Mitbürgerinnen und Mitbürger und sogar Freunde geworden.<br>
Die rechtliche Gleichstellung homosexueller Paare wurde vorangebracht.<br>
Seit 2017 gibt es die Ehe für alle.<br>
Diskriminierung wird heute wesentlich stärker thematisiert.<br>
Dinge, die früher einfach hingenommen wurden, werden heute hinterfragt.<br>
Das Bewusstsein für Barrierefreiheit ist gewachsen.<br>
Inklusion ist stärker Bestandteil von Schule, Arbeit und öffentlichem Leben geworden.<br>
Das Internet hat den Zugang zu Wissen geradezu revolutioniert.<br>
Wikipedia, digitale Bibliotheken, YouTube, Onlinekurse, Mediatheken und offene Bildungsangebote ermöglichen heute Wissen, für das man früher Bücher kaufen oder eine Bibliothek aufsuchen musste.<br>
Smartphones haben viele alltägliche Dinge drastisch vereinfacht.<br>
Navigation, Übersetzung, Fahrpläne, Banking, Kommunikation, Tickets, Fotografieren und vieles mehr sind jederzeit verfügbar.<br>
Online-Banking ist selbstverständlich geworden.<br>
Behördengänge werden zunehmend digital möglich.<br>
Noch längst nicht perfekt – aber gegenüber 2006 hat sich sehr viel verändert.<br>
Navigation ist unglaublich präzise geworden.<br>
Ein modernes Smartphone kann praktisch jeden Menschen innerhalb weniger Sekunden zu einem unbekannten Ziel führen.<br>
Übersetzungsprogramme sind enorm besser geworden.<br>
Sprachbarrieren lassen sich heute teilweise in Echtzeit überwinden.<br>
Künstliche Intelligenz ist für normale Bürger zugänglich geworden.<br>
Noch vor wenigen Jahren war leistungsfähige KI hauptsächlich Forschung und großen Unternehmen vorbehalten.<br>
Medizinische Diagnostik hat enorme Fortschritte gemacht.<br>
Krebsbehandlungen sind bei vielen Krebsarten deutlich erfolgreicher geworden.<br>
Moderne bildgebende Verfahren sind wesentlich leistungsfähiger geworden.<br>
Herz-Kreislauf-Erkrankungen können heute wesentlich besser behandelt werden.<br>
Minimalinvasive Operationstechniken haben sich weiterentwickelt.<br>
Medikamente sind zielgerichteter geworden.<br>
Die Behandlung vieler chronischer Erkrankungen ist besser geworden.<br>
Impfstoffe wurden technologisch weiterentwickelt.<br>
Die Entwicklung und Produktion von mRNA-Impfstoffen während der Corona-Pandemie war wissenschaftlich ein gewaltiger Schritt.<br>
Die medizinische Versorgung von Frühgeborenen hat Fortschritte gemacht.<br>
Digitale Gesundheitsangebote sind entstanden.<br>
Videosprechstunden, elektronische Patientenakte und digitale Rezepte wären 2006 noch ziemlich futuristisch gewesen.<br>
Autos sind erheblich sicherer geworden.<br>
Airbags, ESP, Notbremsassistenten, Spurhalteassistenten und zahlreiche andere Systeme schützen heute vor Unfällen oder reduzieren deren Folgen.<br>
Die Verkehrssicherheit hat sich weiterentwickelt.<br>
Moderne Fahrzeuge erkennen Fußgänger, Radfahrer und Hindernisse.<br>
Die Sicherheit von Kindersitzen ist enorm verbessert worden.<br>
Haushaltsgeräte verbrauchen deutlich weniger Energie als viele ältere Geräte.<br>
LED-Beleuchtung hat die klassische Glühlampe praktisch verdrängt.<br>
Photovoltaik ist dramatisch billiger geworden.<br>
Batteriespeicher sind für Privathaushalte verfügbar geworden.<br>
Elektrofahrräder haben sich durchgesetzt.<br>
Fahrradinfrastruktur wurde in vielen Städten verbessert.<br>
Deutschland hat den Ausbau von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge begonnen und erheblich beschleunigt.<br>
Das Bewusstsein für Klimaschutz ist erheblich gestiegen.<br>
Recycling und Mülltrennung sind stärker etabliert worden.<br>
Viele Unternehmen haben ihre Produktionsprozesse energie- und ressourceneffizienter gemacht.<br>
Lebensmittelverschwendung ist stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt.<br>
Regionale und biologische Lebensmittel sind viel leichter erhältlich als vor 20 Jahren.<br>
Discounter und Supermärkte bieten heute eine enorme Produktvielfalt.<br>
Kontaktloses Bezahlen hat sich durchgesetzt.<br>
Kartenzahlung ist praktisch überall möglich.<br>
Online-Shopping ermöglicht den Zugang zu Produkten aus aller Welt.<br>
Streaming hat Fernsehen und Musik völlig verändert.<br>
Man kann heute praktisch jedes öffentliche Verkehrsmittel digital finden und häufig auch direkt bezahlen.<br>
Fahrpläne und Verspätungen sind in Echtzeit abrufbar.<br>
Kostenlose WLAN-Angebote sind viel verbreiteter geworden.<br>
Glasfaser und schnelle Mobilfunknetze werden ausgebaut.<br>
4G und 5G haben die mobile Kommunikation gewaltig verbessert.<br>
Fotografie ist für praktisch jeden Menschen jederzeit verfügbar.<br>
Videoaufnahmen in hoher Qualität sind mit einem Gerät möglich, das in die Hosentasche passt.<br>
Musik ist praktisch jederzeit verfügbar.<br>
Viele Menschen können heute weltweit mit Familie und Freunden kostenlos oder sehr günstig kommunizieren.<br>
Fernarbeit und Homeoffice sind gesellschaftlich akzeptiert und technisch möglich geworden.<br>
Menschen mit Behinderungen profitieren zunehmend von digitalen Hilfsmitteln.<br>
Spracherkennung funktioniert inzwischen erstaunlich gut.<br>
Automatische Untertitel machen Videos für viele Menschen zugänglicher.<br>
Navigation und Notfallortung können Leben retten.<br>
Das Bewusstsein für psychische Gesundheit ist gestiegen.<br>
Gewalt gegen Frauen und Kinder wird stärker öffentlich thematisiert.<br>
Sexuelle Belästigung wird weniger als „normal“ hingenommen als früher.<br>
Kinderrechte und Kinderschutz haben größere gesellschaftliche Bedeutung bekommen.<br>
Umwelt- und Tierschutz sind wesentlich stärker im Bewusstsein der Bevölkerung verankert.<br>
Viele Flüsse und Gewässer wurden in den vergangenen Jahrzehnten sauberer.<br>
Die deutsche Gesellschaft ist technologisch wesentlich vernetzter geworden.<br>
Wissen ist demokratischer zugänglich geworden.<br>
Ein Schüler in Wermelskirchen kann heute kostenlos auf Wissen zugreifen, für das man früher eine Universitätsbibliothek gebraucht hätte.<br>
Kleine Unternehmen können heute weltweit Kunden erreichen.<br>
Ein Einzelner kann heute mit sehr wenig Geld publizieren.<br>
Ein Blog, Podcast, YouTube-Kanal oder lokales Forum (das Sie hier gerade lesen) kann mit wenigen technischen Mitteln unbegrenzt viele Menschen erreichen.<br>
Lokaler Journalismus kann digital wesentlich günstiger betrieben werden.<br>
Und ein Punkt, der bei solchen Rückblicken gerne vergessen wird:<br>
Deutschland ist trotz aller Probleme immer noch ein ausgesprochen wohlhabendes und sicheres Land.<br>
Wir haben flächendeckend Trinkwasser, Strom, Kanalisation, Müllabfuhr, Krankenhäuser, Schulen, Rettungsdienste, Feuerwehr, Polizei, soziale Sicherung, öffentliche Verkehrsmittel und eine enorme Dichte an medizinischen und technischen Dienstleistungen.<br>
Das bedeutet nicht, dass heute alles besser ist als 2006. Ganz im Gegenteil: Es gibt genügend Entwicklungen, bei denen man kritisch sein kann – Digitalisierung der Verwaltung, Bürokratie, Wohnkosten, Energiepreise, Infrastruktur, wirtschaftliche Entwicklung, politische Polarisierung usw.<br>
Aber wenn man wirklich einmal versucht, nur die positiven Veränderungen der vergangenen 20 Jahre zusammenzutragen, wird die Liste erstaunlich lang.<br>
Und selbst bei einem Punkt wie der Arbeitslosigkeit sieht man, wie sehr sich die Perspektive verändert hat: Von knapp 4,86 Millionen Arbeitslosen 2005 auf gut 2,95 Millionen 2025. (Statistisches Bundesamt)</p>
<p>Vielleicht sollten wir deshalb nicht ständig nur darauf schauen, was verloren gegangen ist, sondern auch auf das, was entstanden ist.</p>
<p>Verantwortung kann man nicht allein von „den Politikern“ erwarten. Ein Land wird nicht dadurch freundlicher und menschlicher, dass wir darauf warten, dass die Politik es richtet. Es beginnt bei uns selbst – im Umgang mit dem Nachbarn, dem Fremden, dem älteren Menschen, demjenigen, der anderer Meinung ist.</p>
<p>Vielleicht ist Deutschland also nicht einfach „schlechter geworden“. Vielleicht ist es vor allem **anders geworden**. Und wie es in Zukunft wird, haben wir alle ein Stück weit selbst in der Hand.</p>
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		Von: Wilfried Funk		</title>
		<link>https://forumwk.de/2026/08/22/der-beinaheunfall/#comment-2396</link>

		<dc:creator><![CDATA[Wilfried Funk]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 Aug 2026 11:59:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ein realitätsnaher Bericht. Das Leben und der Umgang hat sich stark verändert. Ich würde mich sehr gerne mit dem Herrn Polizist a.D. austauschen. Garantiert  würden wir uns schnell verstehen. Auch ich habe in diesem Land über 48 Jahre NONSTOP meine Dienste zur Verfügung gestellt und wenn ich sehe, was alleine in den letzten 20 Jahren aus Deutschland  geworden ist, wird mir ganz anders. Ganz schrecklich finde ich auch, dass man egal was man sagt, sofort in eine Ecke gestellt wird. Dieses Deutschland wird leider nie mehr so schön und freundlich werden, wie es einmal war. Egal wo man in Deutschland ist, alles ist anders, alles ist nicht mehr so zusammenstehend wie es einmal war. Keiner ist mehr bereit, Verantwortung zu übernehmen. Am schlimmsten zeigen uns die Politiker, wie Spaltung ganz toll funktioniert.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein realitätsnaher Bericht. Das Leben und der Umgang hat sich stark verändert. Ich würde mich sehr gerne mit dem Herrn Polizist a.D. austauschen. Garantiert  würden wir uns schnell verstehen. Auch ich habe in diesem Land über 48 Jahre NONSTOP meine Dienste zur Verfügung gestellt und wenn ich sehe, was alleine in den letzten 20 Jahren aus Deutschland  geworden ist, wird mir ganz anders. Ganz schrecklich finde ich auch, dass man egal was man sagt, sofort in eine Ecke gestellt wird. Dieses Deutschland wird leider nie mehr so schön und freundlich werden, wie es einmal war. Egal wo man in Deutschland ist, alles ist anders, alles ist nicht mehr so zusammenstehend wie es einmal war. Keiner ist mehr bereit, Verantwortung zu übernehmen. Am schlimmsten zeigen uns die Politiker, wie Spaltung ganz toll funktioniert.</p>
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