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	<title>Psychotherapie Archive - Forum Wermelskirchen</title>
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	<description>Ein Ort für Informationen, Meinungen, Kommentare, Hinweise, Tipps und Service, Termine und Veranstaltungen, Meldungen, Wermelskirchen betreffend und von öffentlichem Belang.</description>
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	<title>Psychotherapie Archive - Forum Wermelskirchen</title>
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	<item>
		<title>Im Keller der Gerechtigkeit</title>
		<link>https://forumwk.de/2026/05/02/im-keller-der-gerechtigkeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Klaus Ulinski]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 May 2026 09:58:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Familie/Soziales]]></category>
		<category><![CDATA[Politik/Wirtschaft/Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheitsreform]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Psychotherapie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>…am konkreten Beispiel der Psychotherapie Ein Beitrag für das Forum Wermelskirchen auf Grundlage des Interviews mit dem Remscheider Psychotherapeuten David Gerhard Es gibt politische Entscheidungen, die technisch klingen: Vergütung, Bedarfsplanung, Reformen, Beitragsstabilität. Doch hinter diesen Begriffen stehen Menschen. Menschen, die psychisch krank sind. Menschen, die Hilfe suchen. Menschen, die seit Monaten auf einen Therapieplatz warten. [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-x-large-font-size wp-block-paragraph">…am konkreten Beispiel der Psychotherapie</p>



<p class="has-text-align-justify has-medium-font-size wp-block-paragraph"><em>Ein Beitrag für das Forum Wermelskirchen auf Grundlage des Interviews mit dem Remscheider Psychotherapeuten David Gerhard</em></p>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Es gibt politische Entscheidungen, die technisch klingen: Vergütung, Bedarfsplanung, Reformen, Beitragsstabilität. Doch hinter diesen Begriffen stehen Menschen. Menschen, die psychisch krank sind. Menschen, die Hilfe suchen. Menschen, die seit Monaten auf einen Therapieplatz warten. Und Therapeuten, die schon längst am Limit arbeiten.</p>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Der&nbsp; in Remscheid-Lennep praktizierende Psychotherapeut David Gerhard beschreibt im Gespräch mit dem „Forum Wermelskirchen“ eine Lage, die ihn nicht nur fachlich beunruhigt, sondern auch persönlich frustriert. Es geht um Kürzungen in der Psychotherapie, um eine ohnehin angespannte Versorgungslage und um eine Politik, die nach seiner Wahrnehmung trotz eindeutiger Datenlage nicht zuhört.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerhard sagt:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>„Dass diese Datenbasis vorhanden ist – sie ist da, sie ist auf dem Tisch. Und trotzdem wird es von der Politik nicht genutzt – das ist etwas, was mich total frustriert.“</em></p>
</blockquote>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Diese Frustration zieht sich durch das gesamte Gespräch. Sie rührt nicht von politischer Opportunität her, sondern von der täglichen Praxis. Gerhard spricht mit Menschen in Krisen, mit Patientinnen und Patienten, die unter Depressionen, Ängsten, Burnout, Lebenskrisen oder Selbstmordgedanken leiden. Er erlebt hautnah, was politische Entscheidungen bedeuten, wenn sie nicht mehr in Ausschüssen, sondern in Behandlungszimmern ankommen.</p>



<p class="has-x-large-font-size wp-block-paragraph">Ein System am Anschlag</p>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Die psychotherapeutische Versorgung ist schon heute angespannt. Wer einen Therapieplatz sucht, braucht oft Geduld, Durchhaltevermögen und Glück. Für Menschen in akuten Krisen ist genau das kaum zumutbar.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerhard berichtet aus seiner Praxis:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>„Mich trifft das auch immer wieder, wenn ich jemanden habe mit einer akuten Belastung und ich dem sagen muss: Bei mir ist die Wartezeit aktuell ungefähr ein Jahr.“</em></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Und weiter:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>„Von diesen Menschen gibt es ja Dutzende auf meiner Warteliste. Täglich rufen neue an und ich kann einfach nicht mehr machen. Ich habe ja schon eine Arbeitswoche von 55 bis 60 Stunden. Das Ganze ist der helle Wahnsinn.“</em></p>
</blockquote>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Das ist keine Einzelanekdote aus einer überlasteten Praxis. Studien und Berichte der&nbsp;<strong>Bundespsychotherapeutenkammer</strong>&nbsp;zeigen seit Jahren, dass Patientinnen und Patienten in Deutschland oft monatelang auf einen Behandlungsplatz warten. Die Reform der Psychotherapie-Richtlinie hat zwar den Zugang zur psychotherapeutischen Sprechstunde verbessert, aber nicht automatisch ausreichend Therapieplätze geschaffen. Eine Sprechstunde ersetzt keine Behandlung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist der Kern des Problems: Das System erkennt den Bedarf, aber es schafft nicht genug Kapazität, um ihn zu decken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im Gegenteil: Die Vergütung psychotherapeutischer Leistungen wurde beziehungsweise wird nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung um fast fünf Prozent gekürzt. Berufsverbände kritisieren zudem, dass die Berechnungsmodelle veraltet seien und die heutige Versorgungslage nicht angemessen abbildeten.</p>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Zudem kommt: Krankenkassenreports dokumentieren die wachsende Bedeutung psychischer Erkrankungen für Arbeitsunfähigkeit und Gesundheitssystem. Die Deutsche Rentenversicherung hat psychische Erkrankungen seit Jahren als eine der Hauptursachen für Erwerbsunfähigkeitsrenten identifiziert.</p>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Trotzdem wird nicht entschlossen ausgebaut. Im Gegenteil: die Vergütungen für psychotherapeutische Leistungen werden gekürzt. Auch Berufsverbände kritisieren, dass die Berechnungsmodelle, worauf sich diese Entscheidung stützt, veraltet sind und den aktuellen Stand der Versorgung nicht angemessen widerspiegeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">David Gerhard sieht darin eine gefährliche Entwicklung:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>„Da sind insoweit Kürzungen bei der Psychotherapie vorgesehen, dass eine ganze Reihe von psychotherapeutischen Praxen schließen werden. Also das ist nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben.“</em></p>
</blockquote>



<p class="has-x-large-font-size wp-block-paragraph">Bedarfsplanung aus einer anderen Zeit</p>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Ein Kernproblem ist die Bedarfsplanung. Die Zahl der Kassensitze orientiert sich in ihren Grundlagen noch immer stark an Strukturen aus den 1990er Jahren. Doch die gesellschaftlichen Gegebenheiten haben sich seitdem verändert. Psychische Erkrankungen sind sichtbarer geworden, die Nachfrage ist gestiegen, und der Druck am Arbeitsplatz, in den Familien und im Alltag hat zugenommen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerhard formuliert es drastisch:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>„Ja, genau, aus den 90er Jahren. Und selbst da kann man sich nur an den Kopf fassen: Selbst da waren die schon falsch. Wer heute auf der Grundlage veralteter Zahlen plant, schafft neue Ungerechtigkeiten. Denn wenn die Zahl der Kassenärzte nicht dem tatsächlichen Bedarf entspricht, entsteht ein Engpass, der alles andere als abstrakt ist. Er äußert sich in Wartelisten, überlasteten Praxen und Menschen, die zu spät oder gar nicht behandelt werden.“</em></p>
</blockquote>



<p class="has-x-large-font-size wp-block-paragraph">Wenn schlechte Versorgung zur Begründung für Kürzung wird</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders empört Gerhard eine politische Logik, die er sinngemäß so beschreibt:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>„Aus den Ausführungen von Ministerin Warken kann man es wie folgt verstehen: ‘<strong>Wir mussten feststellen, dass die psychotherapeutische Versorgung sich in den letzten Jahren nicht verbessert hat. Deshalb streichen wir die Gelder.’ </strong>“</em></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Sein Urteil dazu ist eindeutig:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>„Das ist ein Zynismus, den man nicht mehr überbieten kann.“</em></p>
</blockquote>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Tatsächlich wirkt diese Logik absurd: Wenn ein Versorgungssystem nicht ausreicht, müsste man es verbessern. Wenn Wartezeiten zu lang sind, müsste man Kapazitäten schaffen. Wenn Praxen überlaufen sind, müsste man entlasten. Stattdessen drohen Kürzungen und weitere Einschnitte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist ungefähr so, als würde man bei der Feuerwehr sparen, weil es immer noch brennt.</p>



<p class="has-x-large-font-size wp-block-paragraph">Die soziale Schieflage</p>



<p class="wp-block-paragraph">David Gerhard betont, dass Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten kein Zwei-Klassen-System wollen:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph">„<em>Wenn eine Berufsgruppe nicht das Zwei-Klassen-Medizinsystem unterstützen möchte, sind es die Psychotherapeuten.“</em></p>
</blockquote>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Aber auch eine psychotherapeutische Praxis muss wirtschaftlich funktionieren. Miete, Energie, Software, Personal, Verwaltung, Datenschutz, Fortbildungen und Dokumentation kosten Geld. Gerhard sagt deshalb:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>„Auch ich bin ja ein kleiner Einzelunternehmer, der wirtschaftlich diesen Mini-Betrieb laufen muss.“</em></p>
</blockquote>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Wenn Kassensitze unattraktiver werden, wenn Praxen schließen oder Therapeutinnen und Therapeuten ihre Kassenzulassung abgeben, trifft das vor allem gesetzlich Versicherte. Wer Geld hat, kann privat ausweichen. Wer wenig Geld hat, wartet.</p>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Das ist der eigentliche soziale Skandal: Diejenigen, die am stärksten auf eine funktionierende gesetzliche Versorgung angewiesen sind, tragen am Ende die Folgen politischer Sparentscheidungen.</p>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Betroffen wären besonders Menschen mit geringem Einkommen, Alleinerziehende, Jugendliche in Krisen, chronisch Erkrankte, Beschäftigte in belastenden Berufen und Familien, die keine privaten Ausweichmöglichkeiten haben. Eine Politik, die soziale Gerechtigkeit verspricht, darf an dieser Stelle nicht den Rotstift ansetzen.</p>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Gerade die Regierungsparteien SPD und CDU müssen sich fragen lassen, was ihre sozialen Versprechen wert sind, wenn ausgerechnet psychotherapeutische Versorgung geschwächt wird. Die SPD beruft sich historisch auf soziale Gerechtigkeit. Die CDU spricht gerne von Verantwortung, Familie und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Beides wird unglaubwürdig, wenn Menschen mit psychischen Erkrankungen faktisch länger allein gelassen werden.</p>



<p class="has-x-large-font-size wp-block-paragraph">“Duch diesen Abbau werden mehr Menschen sterben.”</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Psychotherapeut David Gerhard warnt auch vor den humanitären Folgen:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>„Durch diesen Abbau werden mehr Menschen sterben. Es werden die Suizidzahlen steigen.“</em></p>
</blockquote>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Das ist eine harte Aussage. Suizidraten hängen von vielen Faktoren ab. Aber klar ist: Gute psychische Versorgung ist ein zentraler Bestandteil von Suizidprävention. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt besseren Zugang zu psychischer Gesundheitsversorgung ausdrücklich als Baustein nationaler Suizidprävention.</p>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Gerhard verweist zudem auf den volkswirtschaftlichen Schaden. Psychotherapie kostet Geld, aber unbehandelte psychische Erkrankungen kosten mehr: durch Arbeitsunfähigkeit, Klinikaufenthalte, Erwerbsminderung, Frühverrentung, soziale Folgekosten und verlorene Arbeitskraft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Er sagt:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>„Ungefähr 3 Euro sind es, die Sie an volkswirtschaftlichem Nutzen pro 1 Euro erzielen, den Sie in Psychotherapie investieren.“</em><br></p>
</blockquote>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Internationale Studien stützen diesen Grundgedanken. Die WHO verweist bei der Behandlung von Depressionen und Angststörungen sogar auf einen mehrfachen gesellschaftlichen Nutzen. Wer also bei Psychotherapie spart, spart nicht wirklich. Er verschiebt Kosten nur in andere Bereiche — oft mit menschlichem Leid als Zinsaufschlag.</p>



<p class="has-x-large-font-size wp-block-paragraph">Ungesehen von der Politik</p>



<p class="wp-block-paragraph">Besonders bitter ist Gerhards Erfahrung mit der Politik. Er berichtet von vielen Schreiben, E‑Mails und Gesprächsangeboten:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>„Ich schreibe Briefe, ich schreibe E‑Mails, ich versuche, ich mache Angebote. Gesprächsangebote.“</em></p>
</blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Auch den zuständigen Bundestagsabgeordneten Jürgen Hardt habe er eingeladen. Eine echte Reaktion sei ausgeblieben. Insgesamt habe er rund 40 Abgeordnete angeschrieben:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>„Ich habe aber nur Standardantworten bekommen.“</em></p>
</blockquote>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Das ist mehr als persönliche Enttäuschung. Es ist ein demokratisches Warnsignal. Wenn Fachleute aus der Praxis fundiert auf Missstände hinweisen und nur Textbausteine erhalten, entsteht das Gefühl politischer Taubheit. Genau dieses Gefühl beschreibt Gerhard: Die Daten liegen vor, die Probleme sind bekannt, die Betroffenen sprechen — aber die Politik hört nicht wirklich zu.</p>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Gerhard engagiert sich deshalb im Aktionsbündnis Psychotherapie, einem bundesweiten Zusammenschluss besorgter Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten. Er beschreibt das Bündnis als entstanden aus vielen „verängstigten, frustrierten, tief enttäuschten“ Kolleginnen und Kollegen.</p>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Das sollte zu denken geben. Wenn eine Berufsgruppe, die sonst eher leise arbeitet, öffentlich laut wird, dann ist die Lage ernst.</p>



<p class="has-x-large-font-size wp-block-paragraph">Gerechtigkeit zeigt sich im Wartezimmer</p>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Psychotherapie ist keine Luxusleistung. Sie ist Teil öffentlicher Daseinsvorsorge. Sie entscheidet darüber, ob Menschen Krisen überstehen, wieder arbeiten können, Familien stabil bleiben und Erkrankungen nicht chronisch werden.</p>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Wer hier kürzt, gefährdet nicht nur Praxen. Er gefährdet Versorgung. Er verschärft soziale Ungleichheit. Und er produziert Folgekosten, die am Ende höher sein können als jede kurzfristige Einsparung.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerhards Optimismus ist noch nicht verschwunden:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p class="wp-block-paragraph"><em>„Ich bin von zu Hause aus Optimist, und der Glaube und die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.“</em></p>
</blockquote>



<p class="has-text-align-justify wp-block-paragraph">Doch Optimismus ersetzt keine Politik. Die Verantwortlichen in Bund, Land und Region sollten sich nicht länger hinter Verfahren und Standardantworten verstecken. Sie sollten zuhören — den Fachleuten, den Patientinnen und Patienten und den Zahlen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Denn eine Gesellschaft zeigt ihre Gerechtigkeit nicht in Sonntagsreden. Sie zeigt sie dort, wo ein Mensch in Not anruft — und tatsächlich Hilfe bekommt.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity">



<p class="has-large-font-size wp-block-paragraph"><strong>Quellen:</strong></p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Kassenärztliche Bundesvereinigung: </strong><br><a href="https://www.kbv.de/praxis/tools-und-services/praxisnachrichten/2026/03-12/kbv-vorstand-enttaeuscht-verguetung-psychotherapeutischer-leistungen-wird-um-fast-fuenf-prozent-gekuerzt" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.kbv.de/praxis/tools-und-services/praxisnachrichten/2026/03–12/kbv-vorstand-enttaeuscht-verguetung-psychotherapeutischer-leistungen-wird-um-fast-fuenf-prozent-gekuerzt</a></p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Deutsches Gesellschaft für Verhaltenstherapie e.V.</strong><br><a href="https://www.dgvt.de/aktuelles/news-details/honorarkuerzung-in-der-psychotherapie-was-hat-sich-seit-1999-veraendert-alles-ausser-dem-berechnungsmodell/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.dgvt.de/aktuelles/news-details/honorarkuerzung-in-der-psychotherapie-was-hat-sich-seit-1999-veraendert-alles-ausser-dem-berechnungsmodell/</a></p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Aktionsbündnis Psychotherapie:</strong><br><a href="https://aktionsbuendnis-psychotherapie.info/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://aktionsbuendnis-psychotherapie.info/</a></p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Bundespsychotherapeutenkammer:</strong><br><a href="https://www.bptk.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.bptk.de/</a></p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Gemeinsamer Bundesausschuss – Bedarfsplanungs-Richtlinie:</strong><br><a href="https://www.g-ba.de/richtlinien/4/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.g‑ba.de/richtlinien/4/</a></p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Deutsche Rentenversicherung – Statistiken zu Erwerbsminderung:</strong><br><a href="https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Home/home_node.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Home/home_node.html</a></p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>WHO: Return on Investment bei Behandlung von Depression und Angststörungen:</strong> &nbsp;<br><a href="https://www.who.int/news/item/13-04-2016-investing-in-treatment-for-depression-and-anxiety-leads-to-fourfold-return" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.who.int/news/item/13–04-2016-investing-in-treatment-for-depression-and-anxiety-leads-to-fourfold-return</a></p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>Chisholm et al., The Lancet Psychiatry, 2016. </strong>(Scaling-up treatment of depression and anxiety: a global return on investment analysis)<br><a href="https://www.thelancet.com/journals/lanpsy/article/PIIS2215-0366(16)30024-4/fulltext" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.thelancet.com/journals/lanpsy/article/PIIS2215-0366(16)30024–4/fulltext</a></p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>WHO: LIVE LIFE – Suizidprävention:</strong><br><a href="https://www.who.int/publications/i/item/9789240026629">https://www.who.int/publications/i/item/9789240026629</a></p>



<p class="has-medium-font-size wp-block-paragraph"><strong>DAK Psychreport / TK Gesundheitsreport / BKK Gesundheitsreport / AOK-WIdO Fehlzeiten-Report</strong>:<br><a href="https://www.dak.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.dak.de/dak/unternehmen/reporte-forschung/psychreport-2025_91766</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.tk.de/resource/blob/2194002/828793b4b4a5953abece5e4874ce79b9/gesundheitsreport-au-2025-data.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.tk.de/resource/blob/2194002/828793b4b4a5953abece5e4874ce79b9/gesundheitsreport-au-2025-data.pdf</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.bkk-dachverband.de/statistik/bkk-gesundheitsreport-2025" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.bkk-dachverband.de/statistik/bkk-gesundheitsreport-2025</a></p>



<p class="wp-block-paragraph"><a href="https://www.wido.de/publikationen-produkte/buchreihen/fehlzeiten-report/2025" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.wido.de/publikationen-produkte/buchreihen/fehlzeiten-report/2025</a></p>



<p class="has-small-font-size wp-block-paragraph">Bild: Privat Klaus Ulinski</p>
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