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	Kommentare zu: Eine Frage der Höflichkeit	</title>
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	<description>Ein Ort für Informationen, Meinungen, Kommentare, Hinweise, Tipps und Service, Termine und Veranstaltungen, Meldungen, Wermelskirchen betreffend und von öffentlichem Belang.</description>
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		<title>
		Von: Barbara Horn-Birkhölzer		</title>
		<link>https://forumwk.de/2025/11/27/eine-frage-der-hoeflichkeit/#comment-242</link>

		<dc:creator><![CDATA[Barbara Horn-Birkhölzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Nov 2025 20:01:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://forumwk.de/?p=2453#comment-242</guid>

					<description><![CDATA[Höflichkeit ist nicht nur sozialer Schmierstoff, sie betrifft den Charakter, die Fähigkeit der völligen Unvoreingenommenheit, die Fähigkeit dem Gegenüber ohne jede Absicht und Berechnung entgegenzutreten, selbst ganz zurückzutreten, um dem Moment der Begegnung selbst jeden Wert und jede Leichtigkeit zu geben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Höflichkeit ist nicht nur sozialer Schmierstoff, sie betrifft den Charakter, die Fähigkeit der völligen Unvoreingenommenheit, die Fähigkeit dem Gegenüber ohne jede Absicht und Berechnung entgegenzutreten, selbst ganz zurückzutreten, um dem Moment der Begegnung selbst jeden Wert und jede Leichtigkeit zu geben.</p>
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		<title>
		Von: Gundhild Tillmanns		</title>
		<link>https://forumwk.de/2025/11/27/eine-frage-der-hoeflichkeit/#comment-241</link>

		<dc:creator><![CDATA[Gundhild Tillmanns]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Nov 2025 18:58:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Seitdem ich am Niederrhein lebe und mich regelmäßig weltweit in Wüsten aufhalte, lerne ich den altertümlichen Begriff der Höflichkeit immer mehr zu schätzen.  In den Wüsten und sonstigen dünn besiedelten Gegenden und Ländern gilt der Grundsatz: Wer nicht anhält, nicht grüßt, sich nicht auf ein Schwätzchen einlässt, der gibt sich als Feind und Eindringling zu erkennen. Ein Beispiel: Einer meiner Freunde, ein Tuareg aus Südalgerien kam als Gast nach Deutschland. er grüßte jeden freundlich, egal, wo er sich befand. Aber nur wenige Menschen grüßten ihn zurück. Bitter enttäuscht reiste er heim. 
Abgesehen vom Grüßen, weil man das eben so tut, eröffnet nicht selten schon ein einzelnes Wort wie &quot;Hallo&quot; sehr oft auch ein Gespräch. Wir Leute aus dem Bergischen Land tun uns da schwer, aber es lässt sich erlernen. Die Rheinländer vergleiche ich diesbezüglich immer gerne mit Afrikanern und Arabern. Beide würden....und das aus Höflichkeit!....niemals sofort zur Sache kommen. Eine Annäherung findet stets schrittweise statt, etwa so: &quot;Na, wo tuset hin? Wie isset? Da steckste nich drin. Da sachste wat!&quot; Oder die afrikanisch-arabische Variante: &quot;Was macht die Müdigkeit ? Wie geht es deinem Haus?&quot; Nach derartig weit verbreiteter Erzeugung einer beiderseits freundlich-gesinnten Grundhaltung darf dann auch der Fremdling hübsch vorsichtig zur Sache kommen. Dabei sollten aber Nicht-Rheinländer sowie Nicht-Afrikaner oder Nicht-Orientalen eines unbedingt wissen: Es gibt bei diesen &quot;Ethnien&quot; kein Nein, weil das einen Gesichtsverlust bedeuten würde. Besagte &quot;Völker&quot; sind aber begnadete Netzwerker und kennen immer jemanden, der jemanden kennt....., der helfen kann. Für uns bergische Menschen ist ein solches Verhalten oftmals fremd, aber es vereinfacht das Leben ungemein, macht es bunter und schöner. 
Und schon bin ich mit diesem Satz automatisch wieder im politischen Zeitgeschehen in Wermelskirchen, in Deutschland &quot;gestrandet&quot;. Die &quot;Freien Wähler&quot; in Wermelskirchen und die AfD im ganzen Land müssten gar nicht erst in afrikanische oder orientalische Länder reisen, um etwas über menschliche Wertschätzung, Toleranz, Akzeptanz zu lernen. Es gibt in Wermelskirchen, in Deutschland genügend Menschen mit Migrationsgeschichte, aus nichtdeutschen Kulturen...; die der deutschen, rechtsradikalen  &quot;Kultur&quot; oft weitaus überlegen sind....und die mit sich reden lassen.
Aber genau das vermeiden Rechtsradikale und -populisten tunlichst.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seitdem ich am Niederrhein lebe und mich regelmäßig weltweit in Wüsten aufhalte, lerne ich den altertümlichen Begriff der Höflichkeit immer mehr zu schätzen.  In den Wüsten und sonstigen dünn besiedelten Gegenden und Ländern gilt der Grundsatz: Wer nicht anhält, nicht grüßt, sich nicht auf ein Schwätzchen einlässt, der gibt sich als Feind und Eindringling zu erkennen. Ein Beispiel: Einer meiner Freunde, ein Tuareg aus Südalgerien kam als Gast nach Deutschland. er grüßte jeden freundlich, egal, wo er sich befand. Aber nur wenige Menschen grüßten ihn zurück. Bitter enttäuscht reiste er heim.<br>
Abgesehen vom Grüßen, weil man das eben so tut, eröffnet nicht selten schon ein einzelnes Wort wie “Hallo” sehr oft auch ein Gespräch. Wir Leute aus dem Bergischen Land tun uns da schwer, aber es lässt sich erlernen. Die Rheinländer vergleiche ich diesbezüglich immer gerne mit Afrikanern und Arabern. Beide würden.…und das aus Höflichkeit!.…niemals sofort zur Sache kommen. Eine Annäherung findet stets schrittweise statt, etwa so: “Na, wo tuset hin? Wie isset? Da steckste nich drin. Da sachste wat!” Oder die afrikanisch-arabische Variante: “Was macht die Müdigkeit ? Wie geht es deinem Haus?” Nach derartig weit verbreiteter Erzeugung einer beiderseits freundlich-gesinnten Grundhaltung darf dann auch der Fremdling hübsch vorsichtig zur Sache kommen. Dabei sollten aber Nicht-Rheinländer sowie Nicht-Afrikaner oder Nicht-Orientalen eines unbedingt wissen: Es gibt bei diesen “Ethnien” kein Nein, weil das einen Gesichtsverlust bedeuten würde. Besagte “Völker” sind aber begnadete Netzwerker und kennen immer jemanden, der jemanden kennt.…., der helfen kann. Für uns bergische Menschen ist ein solches Verhalten oftmals fremd, aber es vereinfacht das Leben ungemein, macht es bunter und schöner.<br>
Und schon bin ich mit diesem Satz automatisch wieder im politischen Zeitgeschehen in Wermelskirchen, in Deutschland “gestrandet”. Die “Freien Wähler” in Wermelskirchen und die AfD im ganzen Land müssten gar nicht erst in afrikanische oder orientalische Länder reisen, um etwas über menschliche Wertschätzung, Toleranz, Akzeptanz zu lernen. Es gibt in Wermelskirchen, in Deutschland genügend Menschen mit Migrationsgeschichte, aus nichtdeutschen Kulturen…; die der deutschen, rechtsradikalen  “Kultur” oft weitaus überlegen sind.…und die mit sich reden lassen.<br>
Aber genau das vermeiden Rechtsradikale und ‑populisten tunlichst.</p>
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