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	Kommentare zu: Ein Krankenhaus in „Eigenverantwortung“ – Versorgung vor Ort?!	</title>
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		<title>
		Von: Klaus Ulinski		</title>
		<link>https://forumwk.de/2025/11/02/ein-krankenhaus-in-eigenverantwortung-versorgung-vor-ort/#comment-177</link>

		<dc:creator><![CDATA[Klaus Ulinski]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Nov 2025 14:47:01 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://forumwk.de/?p=998#comment-177</guid>

					<description><![CDATA[Ich finde, sowohl Rainer Bleek als auch Lothar Dähn bringen zentrale Punkte auf den Tisch – der eine analytisch und mit Blick auf die Strukturprobleme, der andere mit dem Fokus auf das, was viele Bürgerinnen und Bürger gerade emotional empfinden: Enttäuschung, Wut und Ohnmacht.
Beide Perspektiven sind richtig – und genau darin liegt das Dilemma.
Die Einschätzung der Experten unterscheidet sich inzwischen fundamental von der Wahrnehmung der normalen Bürger. Während in Gutachten von „notwendigen Strukturreformen“ und „Effizienzsteigerung“ die Rede ist, erleben viele Menschen im Alltag das Gegenteil:
Sie warten Monate auf einen Facharzttermin,
finden keinen neuen Hausarzt in der Nähe,
und hören, dass ihr Krankenhaus in die Eigenverwaltung oder gar Insolvenz rutscht.

Das ist keine abstrakte Systemfrage – das ist Alltag in Wermelskirchen.

Der aktuelle Gesundheitskompass des RND beschreibt genau diese Entwicklung:
Das Vertrauen der Deutschen in das Gesundheitssystem nimmt deutlich ab, insbesondere auf dem Land und bei Fachärzten. Zwei Drittel der Befragten sagen, dass Facharztpraxen keine neuen Patient:innen aufnehmen, und mehr als die Hälfte empfindet, dass sich die Versorgung vor Ort verschlechtert hat. Das ist kein Bauchgefühl, das sind Fakten.

Wenn man das auf Wermelskirchen überträgt, sieht man, wie ernst die Lage ist:
Zuwenig Fachärzte, viel zu lange Wartezeiten – und in manchen Praxen werden gar keine neuen Patient:innen mehr angenommen. Es kursieren sogar Gerüchte, dass die Zahl der Psychotherapieplätze immer noch auf Planungsdaten der 1990er Jahre basiert, auf die sich die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland und die Krankenkassen stützen.
Wenn das stimmt, wäre das ein Skandal.
Wenn es nur ein Gerücht ist, stellt sich trotzdem die berechtigte Frage: Warum gibt es dann so wenige Therapieplätze?

Diese Unklarheit schafft ein Vakuum – und genau das nutzen die Populisten. In Wermelskirchen gab es ja bereits eine „Bürgerumfrage“, bei der komplexe Sachverhalte auf Schlagworte reduziert wurden. So etwas verfängt, weil es an ein reales Gefühl andockt: das Gefühl, dass hier etwas grundlegend schiefläuft.

Was mir Sorgen macht, ist, dass aus diesem diffusen Gefühl bei vielen Menschen eine Wahlentscheidung wird – gegen „die Politik“, „die Stadt“ oder „das System“.
Und das passiert nicht, weil die Menschen uninformiert sind, sondern weil sie sich nicht mehr ernst genommen fühlen.

Vielleicht wäre das ein Anfang:
Mehr Ehrlichkeit darüber, wie schlecht es wirklich um die Gesundheitsversorgung steht.
Und ein offenes Eingeständnis, dass Reformen, wie sie in Berlin und Düsseldorf entworfen werden, in Städten wie Wermelskirchen bisher schlicht nicht funktionieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich finde, sowohl Rainer Bleek als auch Lothar Dähn bringen zentrale Punkte auf den Tisch – der eine analytisch und mit Blick auf die Strukturprobleme, der andere mit dem Fokus auf das, was viele Bürgerinnen und Bürger gerade emotional empfinden: Enttäuschung, Wut und Ohnmacht.<br>
Beide Perspektiven sind richtig – und genau darin liegt das Dilemma.<br>
Die Einschätzung der Experten unterscheidet sich inzwischen fundamental von der Wahrnehmung der normalen Bürger. Während in Gutachten von „notwendigen Strukturreformen“ und „Effizienzsteigerung“ die Rede ist, erleben viele Menschen im Alltag das Gegenteil:<br>
Sie warten Monate auf einen Facharzttermin,<br>
finden keinen neuen Hausarzt in der Nähe,<br>
und hören, dass ihr Krankenhaus in die Eigenverwaltung oder gar Insolvenz rutscht.</p>
<p>Das ist keine abstrakte Systemfrage – das ist Alltag in Wermelskirchen.</p>
<p>Der aktuelle Gesundheitskompass des RND beschreibt genau diese Entwicklung:<br>
Das Vertrauen der Deutschen in das Gesundheitssystem nimmt deutlich ab, insbesondere auf dem Land und bei Fachärzten. Zwei Drittel der Befragten sagen, dass Facharztpraxen keine neuen Patient:innen aufnehmen, und mehr als die Hälfte empfindet, dass sich die Versorgung vor Ort verschlechtert hat. Das ist kein Bauchgefühl, das sind Fakten.</p>
<p>Wenn man das auf Wermelskirchen überträgt, sieht man, wie ernst die Lage ist:<br>
Zuwenig Fachärzte, viel zu lange Wartezeiten – und in manchen Praxen werden gar keine neuen Patient:innen mehr angenommen. Es kursieren sogar Gerüchte, dass die Zahl der Psychotherapieplätze immer noch auf Planungsdaten der 1990er Jahre basiert, auf die sich die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland und die Krankenkassen stützen.<br>
Wenn das stimmt, wäre das ein Skandal.<br>
Wenn es nur ein Gerücht ist, stellt sich trotzdem die berechtigte Frage: Warum gibt es dann so wenige Therapieplätze?</p>
<p>Diese Unklarheit schafft ein Vakuum – und genau das nutzen die Populisten. In Wermelskirchen gab es ja bereits eine „Bürgerumfrage“, bei der komplexe Sachverhalte auf Schlagworte reduziert wurden. So etwas verfängt, weil es an ein reales Gefühl andockt: das Gefühl, dass hier etwas grundlegend schiefläuft.</p>
<p>Was mir Sorgen macht, ist, dass aus diesem diffusen Gefühl bei vielen Menschen eine Wahlentscheidung wird – gegen „die Politik“, „die Stadt“ oder „das System“.<br>
Und das passiert nicht, weil die Menschen uninformiert sind, sondern weil sie sich nicht mehr ernst genommen fühlen.</p>
<p>Vielleicht wäre das ein Anfang:<br>
Mehr Ehrlichkeit darüber, wie schlecht es wirklich um die Gesundheitsversorgung steht.<br>
Und ein offenes Eingeständnis, dass Reformen, wie sie in Berlin und Düsseldorf entworfen werden, in Städten wie Wermelskirchen bisher schlicht nicht funktionieren.</p>
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		<title>
		Von: Rainer Bleek		</title>
		<link>https://forumwk.de/2025/11/02/ein-krankenhaus-in-eigenverantwortung-versorgung-vor-ort/#comment-176</link>

		<dc:creator><![CDATA[Rainer Bleek]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Nov 2025 12:24:12 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://forumwk.de/?p=998#comment-176</guid>

					<description><![CDATA[Der Analyse von Philipp Scholz ist kaum noch etwas hinzuzufügen. Die finanzielle Problematik im Krankenhausbereich ist - solange ich das verfolge - seit mindestens dreißig Jahren immer wieder Thema gewesen. Im Gutachten des Sachverständigenrates Gesundheitswesen zur stationären Versorgung von 2018 wurden die grundlegenden Probleme mit bestehenden Überkapazitäten, unzureichender Investitionskostenfinanzierung durch die Bundesländer und die Anreize zur Mengenausweitung durch das DRG-System beschrieben. Daran hat sich bis heute nichts Wesentliches geändert. Warum? Weil im Gesundheitsbereich mächtige Interessengruppen agieren, mit denen sich Bundes- und Landespolitiker nur höchst ungern anlegen. Daher erfolgen Strukturreformen nur sehr zögerlich und nur, wenn der Kostendruck zu groß wird.
Die quantitativ gute Versorgungslage hat aber nicht wesentlich zu qualitativ besseren Versorgungsergebnissen  im europäischen Vergleich geführt. Strukturreformen sind also dringend nötig, aber ohne dass die wohnortnahe Versorgung gefährdet werden sollte. Daran muss man jetzt deutliche Zweifel haben, entgegen allen Beteuerungen von Gesundheitsminister Laumann. Gerade kommunal getragene Krankenhäuser sind aber wichtig zur Kostenkonsolidierung im stationären Bereich, denn sie müssen keine Gewinnmargen für private Geldgeber einplanen.
Dass die mögliche Schließung unseres Krankenhauses zu Enttäuschung und großer Verärgerung in unserer Stadt führen wird, dazu muss ich keine künstliche Intelligenz befragen. Das liegt auf der Hand. Und völlig abwegig ist, das Thema Krankenhausfortbestand mit der Entwicklung des Rhombusgeländes zu verknüpfen. Das vergleicht Äpfel mit Bananen, weil es sich inhaltlich und zeitlich um völlig verschiedene Finanzierungsaufgaben handelt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Analyse von Philipp Scholz ist kaum noch etwas hinzuzufügen. Die finanzielle Problematik im Krankenhausbereich ist – solange ich das verfolge – seit mindestens dreißig Jahren immer wieder Thema gewesen. Im Gutachten des Sachverständigenrates Gesundheitswesen zur stationären Versorgung von 2018 wurden die grundlegenden Probleme mit bestehenden Überkapazitäten, unzureichender Investitionskostenfinanzierung durch die Bundesländer und die Anreize zur Mengenausweitung durch das DRG-System beschrieben. Daran hat sich bis heute nichts Wesentliches geändert. Warum? Weil im Gesundheitsbereich mächtige Interessengruppen agieren, mit denen sich Bundes- und Landespolitiker nur höchst ungern anlegen. Daher erfolgen Strukturreformen nur sehr zögerlich und nur, wenn der Kostendruck zu groß wird.<br>
Die quantitativ gute Versorgungslage hat aber nicht wesentlich zu qualitativ besseren Versorgungsergebnissen  im europäischen Vergleich geführt. Strukturreformen sind also dringend nötig, aber ohne dass die wohnortnahe Versorgung gefährdet werden sollte. Daran muss man jetzt deutliche Zweifel haben, entgegen allen Beteuerungen von Gesundheitsminister Laumann. Gerade kommunal getragene Krankenhäuser sind aber wichtig zur Kostenkonsolidierung im stationären Bereich, denn sie müssen keine Gewinnmargen für private Geldgeber einplanen.<br>
Dass die mögliche Schließung unseres Krankenhauses zu Enttäuschung und großer Verärgerung in unserer Stadt führen wird, dazu muss ich keine künstliche Intelligenz befragen. Das liegt auf der Hand. Und völlig abwegig ist, das Thema Krankenhausfortbestand mit der Entwicklung des Rhombusgeländes zu verknüpfen. Das vergleicht Äpfel mit Bananen, weil es sich inhaltlich und zeitlich um völlig verschiedene Finanzierungsaufgaben handelt.</p>
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		<title>
		Von: Lothar Dähn		</title>
		<link>https://forumwk.de/2025/11/02/ein-krankenhaus-in-eigenverantwortung-versorgung-vor-ort/#comment-175</link>

		<dc:creator><![CDATA[Lothar Dähn]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Nov 2025 10:09:38 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://forumwk.de/?p=998#comment-175</guid>

					<description><![CDATA[Statt eines eigenen Beitrags ergänze ich diesen gerne.

Vergleich zulässig?

Alarmierend meldet die Lokalpresse das Krankenhaus beantragt Eigenverwaltung? Die Gehälter, der circa 400 Mitarbeitenden seien für die nächsten drei Monate gesichert. Ob und wie es danach weiter geht blieb im Beitrag verständlicherweise leider unklar. 

Was denkt ein Wermelskirchener Bürger, der, erlebt dass sein Krankenhaus vor der Insolvenz steht, während die Stadt sich zeitgleich für ein teures Prestigeprojekt entscheidet. Ich habe dazu meine Meinung, aber war neugierig, was die KI darauf antwortet. Das hat sie gesagt: „Er dürfte eine tiefe Mischung aus Enttäuschung, Wut und Ohnmacht empfinden.

Er fühlt sich vermutlich verraten von denen, die seine Stadt verwalten – denn das Krankenhaus ist nicht nur ein Gebäude, sondern ein Symbol für Sicherheit, Nähe und Gemeinschaft. Zu wissen, dass die Gesundheitsversorgung bröckelt, während an anderer Stelle Millionen in ein „Leuchtturmprojekt“ fließen, erzeugt das Gefühl, dass die falschen Prioritäten gesetzt werden.

Viele Bürger würden in so einer Situation denken:

„Hier geht es nicht mehr um uns, die Menschen, sondern nur noch um Prestige und Politik.“

Daraus erwächst oft bitterer Zynismus: Man lacht verbittert über Spatenstiche und Hochglanzbroschüren, weil man innerlich längst das Vertrauen in die Verantwortlichen verloren hat.
Zugleich schwingt eine tiefe Traurigkeit mit – das Gefühl, dass die Stadt, in der man aufgewachsen ist, ihren Wert eine Stück weit verliert.

Diese emotionale Spannung – zwischen Verlust und Empörung, Ohnmacht und Heimatliebe – ist typisch für Bürger in solchen Momenten: Man möchte kämpfen, aber spürt, dass man gegen politische und wirtschaftliche Kräfte anrennt, die größer scheinen als man selbst.“

So eine gefühlvolle, blitzschnelle Antwort habe ich nicht erwartet. Ich bin immer noch beeindruckt. Wage ich es die KI weiter zu befragen? Etwa so, wer hat da etwas falsch gemacht? Die Politik, die Kassen, der Kreis, die Stadt die Geschäftsleitung, der Aufsichtsrat? Haben wir als Patienten unser „eigenes“ Krankenhaus ausreichend berücksichtigt? Gibt es überhaupt eine  Lösung für dieses komplexe akute Problem? Und dann frage ich mich, darf man das Thema Krankenhaus und das Rhombus Areal gedanklich und sachlich wirklich in einen Zusammenhang bringen? Was meinen die anderen Wermelskirchener wohl dazu?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Statt eines eigenen Beitrags ergänze ich diesen gerne.</p>
<p>Vergleich zulässig?</p>
<p>Alarmierend meldet die Lokalpresse das Krankenhaus beantragt Eigenverwaltung? Die Gehälter, der circa 400 Mitarbeitenden seien für die nächsten drei Monate gesichert. Ob und wie es danach weiter geht blieb im Beitrag verständlicherweise leider unklar. </p>
<p>Was denkt ein Wermelskirchener Bürger, der, erlebt dass sein Krankenhaus vor der Insolvenz steht, während die Stadt sich zeitgleich für ein teures Prestigeprojekt entscheidet. Ich habe dazu meine Meinung, aber war neugierig, was die KI darauf antwortet. Das hat sie gesagt: „Er dürfte eine tiefe Mischung aus Enttäuschung, Wut und Ohnmacht empfinden.</p>
<p>Er fühlt sich vermutlich verraten von denen, die seine Stadt verwalten – denn das Krankenhaus ist nicht nur ein Gebäude, sondern ein Symbol für Sicherheit, Nähe und Gemeinschaft. Zu wissen, dass die Gesundheitsversorgung bröckelt, während an anderer Stelle Millionen in ein „Leuchtturmprojekt“ fließen, erzeugt das Gefühl, dass die falschen Prioritäten gesetzt werden.</p>
<p>Viele Bürger würden in so einer Situation denken:</p>
<p>„Hier geht es nicht mehr um uns, die Menschen, sondern nur noch um Prestige und Politik.“</p>
<p>Daraus erwächst oft bitterer Zynismus: Man lacht verbittert über Spatenstiche und Hochglanzbroschüren, weil man innerlich längst das Vertrauen in die Verantwortlichen verloren hat.<br>
Zugleich schwingt eine tiefe Traurigkeit mit – das Gefühl, dass die Stadt, in der man aufgewachsen ist, ihren Wert eine Stück weit verliert.</p>
<p>Diese emotionale Spannung – zwischen Verlust und Empörung, Ohnmacht und Heimatliebe – ist typisch für Bürger in solchen Momenten: Man möchte kämpfen, aber spürt, dass man gegen politische und wirtschaftliche Kräfte anrennt, die größer scheinen als man selbst.“</p>
<p>So eine gefühlvolle, blitzschnelle Antwort habe ich nicht erwartet. Ich bin immer noch beeindruckt. Wage ich es die KI weiter zu befragen? Etwa so, wer hat da etwas falsch gemacht? Die Politik, die Kassen, der Kreis, die Stadt die Geschäftsleitung, der Aufsichtsrat? Haben wir als Patienten unser „eigenes“ Krankenhaus ausreichend berücksichtigt? Gibt es überhaupt eine  Lösung für dieses komplexe akute Problem? Und dann frage ich mich, darf man das Thema Krankenhaus und das Rhombus Areal gedanklich und sachlich wirklich in einen Zusammenhang bringen? Was meinen die anderen Wermelskirchener wohl dazu?</p>
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