Zukunftsausschuss: Klimaanpassungs­konzept fertig

Rheinisch-Bergischer Kreis | In der Sitzung des Zukunftsausschusses am 8. November wurde das nun fertiggestellte Klimaschutzteilkonzept zur Anpassung an den Klimawandel vorgestellt und als zukünftiger Handlungsrahmen einstimmig dem Kreistag zum Beschluss empfohlen – ein bedeutender Schritt für die Klimawandelvorsorge im Rheinisch-Bergischen Kreis. Die Kreisverwaltung, unterstützt durch die kreisangehörigen Kommunen, hatte im vergangenen Jahr zwei Fachbüros mit der Erstellung des Klimaschutzteilkonzepts beauftragt.

„Nicht erst das Starkregenereignis im Juli hat gezeigt, dass der Klimawandel schon heute spürbare Auswirkungen auf unsere Region hat. Sowohl der Klimaschutz als auch die Anpassung an den Klimawandel sind damit wichtige Aufgaben, denen wir uns gemeinsam stellen müssen“, so Umweltdezernentin Elke Reichert. Das Klimaanpassungskonzept soll nun sowohl dem Rheinisch-Bergischen Kreis, den kreisangehörigen Kommunen als auch weiteren Akteurinnen und Akteuren als Handlungsleitfaden für klimaanpassungsrelevante Vorhaben dienen. 

„Ziel ist es, die Menschen im Rheinisch-Bergischen Kreis sowie deren Hab und Gut langfristig mit geeigneten Maßnahmen besser vor den Auswirkungen des Klimawandels zu schützen, beziehungsweise die daraus resultierenden Folgeschäden zu reduzieren.“ Aufgrund des Starkregenereignisses im Juli 2021 wurde ein Teilbericht zum Thema Starkregen inklusive der Starkregengefahrenkarte und einer Starkregensimulation bereits in der vergangenen Sitzungsperiode im August präsentiert.

Schutz und Prävention durch gezielte Maßnahmen

Anhand von umfangreichen Datenanalysen und Expertenbefragungen ermittelten die Fachbüros, vor welchen lokalen Klimaveränderungen und Extremwetterereignissen wie Starkregen, Hitze und Dürre der Rheinisch-Bergische Kreis steht. Mithilfe einer Wirkungskettenanalyse wird gezeigt, welche Effekte durch die Folgen des Klimawandels auf die Bereiche Land- und Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft/Starkregen sowie Gesundheit und soziale Infrastruktur abzusehen sind. Auf dieser Grundlage wurde schließlich eine Gesamtstrategie mit Leitbildern für die zuvor genannten Bereiche und einem Maßnahmenkatalog entwickelt. Der Maßnahmenkatalog dient dabei als Baukasten, aus dem sich der Kreis, die einzelnen Kommunen sowie weitere Akteurinnen und Akteure bedienen können. Da beispielsweise die Kommunen von den verschiedenen Klimawandelfolgen unterschiedlich stark betroffen sind, können die Maßnahmen je nach individuellem Bedarf ausgewählt und umgesetzt werden.

Um den entwickelten Umsetzungsfahrplan gezielt voranzubringen, wird regelmäßig der „Arbeitskreis Klimaschutz und Klimaanpassung“ mit Kreisverwaltung, Kommunen und weiteren Projektpartnerinnen und Projektpartnern stattfinden. Hier sollen Vorhaben miteinander abgestimmt, neue Projekte angestoßen sowie der bereits aufgebaute regionale Austausch weitergeführt werden. Derzeit wird zudem vom Bundesumweltministerium eine Förderung für eine befristete Personalstelle im Bereich Klimaanpassungsmanagement auf den Weg gebracht. Ziel des Kreises ist es, Anfang nächsten Jahres einen entsprechenden Antrag für diese Förderung einzureichen.

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