Am 19. September findet zwischen 13 und 17 Uhr im Bürgerzentrum der Verkehrssicherheitstag zur sicheren Mobilität im Alter statt

Leben in Freiheit!

VON WOLFGANG HORN

Leben in Freiheit. Eben an einer Laterne gesichtet, auf einem Plakat, natürlich. Leben in Freiheit. Mit Ausrufungszeichen. Was ist das? Ein Ausruf? Eine Forderung? Oder eine Feststellung, eine Beschreibung. Dann bedürfte es des starken Satzzeichens nicht. Wir leben in Freiheit. Diesem Satz genügt ein einfacher Punkt. Das ist ein klarer Satz. Einfach, richtig. Wir dürfen in der freiheitlichsten Staatsform leben, die es in Deutschland je gegeben hat, in einer freiheitlichen und demokratischen Republik. In Freiheit leben. Das trifft für das Leben in der Bundesrepublik zu. Wenn man dieses klare Sätzchen indes mit einem Ausrufungszeichen versieht, will man vermutlich anderes ausdrücken. Daß es etwa gelte, die Freiheit erst zu erreichen. Daß man sich als Partei das Leben in Freiheit als politisches Ziel gesetzt habe. Daß wir eben noch nicht in Freiheit lebten. Das ist die politische Lüge, mit der die AfD hausieren geht. Wir lebten in einer Diktatur, einer Merkel-Diktatur. Das sagen jene, die sich ihre politischen Reisen nach Rußland von der dortigen Regierung bezahlen lassen, einer gewiß nicht demokratisch legitimierten Regierung eines gewiß nicht freiheitlichen Landes. Das erzählen uns jene, die an freiheitlichem Leben gewiß nicht interessierten Quer- und Danebendenkern Eintritt in das Reichtagsgebäude verschafft hatten, damit diese dort deutsche Parlamentarier und ihre Mitarbeiter verfolgen und schmähen konnten. Diese Plakatformel haben jene ausgedacht, die den Artikel 1 des Grundgesetzes mißachten, nach der die Würde des Menschen unantastbar ist. Das ist die Voraussetzung für ein Leben in Freiheit, daß die Menschenwürde gilt. Für jede und für jeden. Jenseits aller Unterschiede. Jenseits aller Besonderheiten. Wo Menschen die Würde abgesprochen wird, ist ein Leben in Freiheit nicht möglich. Daß eine Partei, die in ihren Reihen üble Rassisten beherbergt, die mit Rechtsextremen und Rassisten paktiert, deren thüringischer Landesvorsitzender und Vorsprecher des nicht ausgerissenen Flügels ungestraft ekelhafte rassistische Ideologeme über den Europäern überlegenen “Ausbreitungstypus afrikanischer Menschen” öffentlich ausbreitet, ein Leben in Freiheit fordert, ist geschichtsvergessen und dumm. AfD halt.

Kommentare (2) Schreibe einen Kommentar

    • stefan wierssbin
    • 14.09.21, 21:16 Uhr

    …. deren Bundessprecher bei einem Interview munter den Erhalt der deutschen Sprache und das Erlernen von deutschen Gedichten fordert und selbst keine kennt. Lieber Gott, bewahre uns!

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    • Wolf
    • 15.09.21, 9:31 Uhr

    Eigentlich ist zum Thema AfD ja bereits alles gesagt. Wer so etwas wählt, weiß sehr genau was er tut und hat keine Ausreden mehr.
    Wer wirklich “Protest-Wählen” will, hat genug andere Alternativen.
    Und obwohl bereits alles zum Thema AfD gesagt ist und deren Lügen im Netz alle schön dokumentiert und widerlegt sind, ist es absolut wichtig, in genau diesem Punkt unermüdlich zu bleiben!

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