Am 19. September findet zwischen 13 und 17 Uhr im Bürgerzentrum der Verkehrssicherheitstag zur sicheren Mobilität im Alter statt

Verkaufsoffener Kirmesabschluß

VON WOLFGANG HORN

Die erste Pandemie-Kirmes in Wermelskirchen wird am Sonntag nun doch mit verkaufsoffenen Einzelhandelsgeschäften zwischen 13 und 18 Uhr enden. Gespräche mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hatten zum Ergebnis, daß die Gewerkschaft nicht interveniert, so daß der Rat der Stadt am Donnerstag in einer Sondersitzung eine entsprechende Satzungsänderung einstimmig beschließen konnte. Wermelskirchen atmet auf. Schade nur, daß in der Ratssitzung nicht zur Sprache kam, warum das Ergebnis nicht bereits im ersten Anlauf zustande gekommen war. Nur vier Minuten haben heuer ausgereicht, die Stadtsatzung so zu gestalten, daß die Kirmes mit offenen Läden und Geschäften aufwarten kann. Man hätte vielleicht weitere neun bis 13 Minuten darauf verwenden können, warum der erste Versuch schiefgegangen ist. Man? Nein, das hätten schon die Verwaltung mit der Bürgermeisterin an der Spitze und die Parteien und Fraktionen machen müssen. Stattdessen hat man sich einige Tage lang hinter einem Shitstorm gegen die Gewerkschaft versteckt und so manche haben das Gerichtsurteil auch für billigen Wahlkampfklamauk mißbraucht. Die Verantwortung für den schiefgegangenen Verkaufssonntag in der letzten Woche liegt nämlich vor allem bei denen, die den verkaufsoffenen Sonntag für das jetzige Wochenende wasserdicht gemacht haben: bei Rat und Verwaltung der Stadt, mithin auch bei den Fraktionen. Nun denn. Jetzt sind alle begeistert, Einzelhändler, Fraktionsvorsitzende, Bürgermeisterin. Eitel Sonnenschein in der kommunalpolitischen Landschaft. Den brauchen wir alle jetzt nur noch am morgigen Sonntag.

Kommentar (1) Schreibe einen Kommentar

    • Mike Galow
    • 11.09.21, 9:51 Uhr

    Ich darf an dieser Stelle darauf hinweisen, dass eine Anfrage der WNKUWG zu diesem Thema vorliegt, die im kommenden Haupt- und Finanzausschuss (27.09.) bearbeitet wird. Dann wird man sicherlich nochmal auf den Ablauf zu sprechen kommen. Am Donnerstag war nicht der geeignete Zeitpunkt für eine politische Aufarbeitung. Schade allerdings finde ich, dass AfD und Zukunft laut Presse bisher nicht in der Lage waren, auf das Sitzungsgeld zu verzichten, so wie es die anderen Parteien gemacht haben.

    Den Bürger*innen am Sonntag viel Spaß beim shoppen!

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