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CO2-Emissionen bei Lebensmitteln verringern?

Ein Gedankenspiel

VON RALF PLATTE

Wermelskirchen | Es ist kein Geheimnis, dass es Lebensmittel gibt, die aus Übersee importiert werden und den CO2 Ausstoß in die Höhe treiben. Fleisch aus Süd-Amerika, Äpfel aus Neuseeland oder Kartoffeln aus Israel sind nur einige Beispiele hierfür. 

Die Einführung per LKW, Schiff oder Flugzeug verbraucht ca. 11 mal mehr Energie als einheimische Lebensmittel, die in der Region angebaut werden. Der CO2-Ausstoß erhöht sich um das 28-fache und trägt massiv zur Klimaerwärmung bei. Muss das sein? Leider ist es so, dass die Verbraucher nur sehr schwer in Erfahrung bringen können, wie hoch der CO2-Ausstoß bei den Lebensmittelprodukten ist und demzufolge nur sehr selten eine fürs Klima richtige Entscheidung treffen können. Nachfolgend einige Ideen, die vielleicht dazu beitragen können, eine ökologisch richtige Entscheidung beim Einkaufen zu treffen:

Die CO2 Ampel

Eine CO2-Ampel, die an die Lebensmittelampel angelehnt ist, könnte den Verbrauchern schnell verdeutlichen, wie hoch der CO2-Ausstoß und der Energieverbrauch bei der Produktion und dem Transport war. Regionale Lebensmittel würden z.B. mit „Grün“ markiert, Lebensmittel aus Übersee würden eine rote Ampel erhalten.

CO2 Lebensmittelabgabe

Lebensmittel, die aus entfernten Ländern importiert werden, sollten aufgrund einer soliden Berechnung durch eine CO2-Abgabe verteuert werden. Diese Verteuerung würde dazu beitragen, dass günstigere Lebensmittel aus regionalem Anbau bei der Kaufentscheidung bevorzugt werden, was auch den regionalen Kleinbauen in die Hände spielen würde, die immer mehr unter dem Druck der Großkonzerne leiden. Die Abgabe könnte man z.B. zweckgebunden für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs verwenden.

Exporteinschränkung von Lebensmitteln

Exporteinschränkungen für Lebensmittel, die per Schiff oder Flugzeug ausgeführt werden müssen und z.B. auf dem afrikanischen Kontinent die einheimische Wirtschaft kaputt machen, wäre ein weiterer Ansatz, das Klima zu schützen. Warum sind Milchprodukte aus Deutschland (und Europa) in Afrika deutlich billiger als Produkte, die vor Ort produziert werden können? Durch den wegfallenden Transport könnte man den CO2 Ausstoß massiv verringern.

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