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ADHS birgt auch positive Eigenschaften

Die Pressemitteilung des Sana-Klinikums Remscheid entnehmen wir mit freundlicher Genehmigung dem Waterbölles, dem kommunalpolitischen Forum für Remscheid: 

Das Sana-Klinikum Remscheid lädt für Dienstag, 17. September, um 18 Uhr zum nächsten Patientenseminar in sein „Forum Ovale“, Burger Straße 11, ein. PD Dr. med. Gerhard Hapfelmeier informiert dann als Chefarzt des Zentrums für Seelische Gesundheit am Sana- Klinikum über das Aufmerksamkeitsdefizit (Hyperaktivitätssyndrom / ADHS). 

Dr. med. Gerhard Hapfelmeier

In Deutschland sollen zwischen drei und sechs Prozent der Kinder und Jugendlichen von ADHS betroffen sein. Typische Symptome sind Unkonzentriertheit, impulsives Verhalten und erhöhte Ablenkbarkeit. „Nach dem aktuellen Forschungsstand geht ADHS mit einer veränderten Signalübermittlung im Gehirn einher“, erklärt Hapfelmeier. „Dadurch werden Informationen und Reize bei ADHS-Betroffenen anders verarbeitet und es fällt ihnen unter anderem schwerer, sich zu konzentrieren. Doch nicht nur neurobiologische Faktoren, auch psychosoziale Einflüsse spielen eine Rolle, wenn es um die Ausprägung und Beeinflussung von ADHS-typischen Merkmalen geht.“

Die Abgrenzung zwischen einem auffälligen oder einfach nur lebhaften Verhalten eines Kindes und dem, was als ADHS bezeichnet wird, sei auch für Fachleute oft schwierig. Zumal ADHS auch nicht immer nachteilhaft sein muss, sondern im Gegenteil oft mit positiven Eigenschaften und Fähigkeiten verbunden ist. 

Die Anzahl von ADHS-Diagnosen ist vor längerem stark gestiegen, stagniert in der jüngeren Vergangenheit aber. Die Skepsis gegenüber dieser Diagnose ist bei vielen Menschen dennoch geblieben. Hapfelmeier: „Oft werden Diagnose, Therapienotwendigkeit oder Therapieformen in Bezug auf ADHS – teilweise auch zu Recht – kritisch hinterfragt. Leider gibt es auch viele Missverständnisse und viel Halbwissen über ADHS. Behauptungen beispielsweise, wonach ADHS eine von der Pharmaindustrie geschaffene psychiatrische ‚Modediagnose‘ sei oder Menschen in der Psychiatrie generell nur mit Medikamenten ‚vollgestopft‘ und süchtig gemacht werden, stimmen so natürlich nicht.“ 

In seinem Patientenseminar „Was ist eigentlich ADHS, Gibt es das überhaupt?“ gewährt der Chefarzt Einblicke in die klinische Kinder- und Jugendpsychiatrie und klärt über ADHS sowie über Vorbehalte gegenüber Diagnose und Therapie von ADHS auf.

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