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Wallraf-Richartz-Museum sucht DDR-Fernseher „Rembrandt FE852 D“

Köln | Apfelsinen, Krawatten, Wein, Zahnpasta – das alles und noch viel mehr lässt sich besser verkaufen, wenn darauf der Name „Rembrandt“ steht oder gar ein Bild des großen Malers gedruckt ist. Mit solchen Kuriositäten will das Wallraf-Richartz-Museum seine für diesen Oktober geplante Rembrandt-Ausstellung schmücken. Auf der Wunschliste: der DDR-Fernseher „Rembrandt FE852 D“ aus dem Jahr 1952. Dax berichtet die Kölner Internetzeitung report-K.

Zahlreiche solcher Objekte sind jetzt schon in einer Vitrine im 2. Stock zu bewundern. Als private Leihgaben zur Verfügung gestellt im Rahmen der Mitmach-Aktion „Rembrandtmania“. Da gibt es Socken, bedruckt mit einem Motiv aus der „Nachtwache“ – neben einem Selbstporträt das meistzitierte Bild von Rembrandt. Ein Feuerzeug, Bierdeckel und Schlüsselanhänger, eine Tasche, ein Pillendöschen und eine Neu-Ausgabe der Bibel. Ob’s sich mit einem Rembrandt-bunten Plektrum wirklich besser Gitarre spielen lässt oder mit einem Gummi im Rembrandt-Halter besser wegradieren? Herzig das Playmobil-Pärchen im barocken Rembrandt-Look. Dass Rembrandt-Ölfarben auf dem Markt sind, ist dagegen durchaus naheliegend.

In Köln hängen ein echter und ein „Schön wär’s gewesen“-Rembrandt

Der Namensgeber Rembrandt Harmenszoon van Rijn starb am 4. Oktober 1669. Das ist 350 Jahre her – und für viele Museen Grund genug, in diesem Jahr des Künstlers mit einer Ausstellung zu gedenken. So auch das Wallraf-Richartz-Museum. Immerhin besitzt man auch einen echten Rembrandt, ein Selbstporträt. Mit diesem hatte man – lang ist’s her – auch einen zweites Porträt gekauft, doch das erwies sich später als nur „aus der Werkstatt“. Ein Schicksal, das 1986 auch dem lange gefeierten „Mann mit dem Goldhelm“ in der Berliner Nationalgalerie widerfuhr. Als „Ersatz“ kann das Kölner Museum mit einer umfangreichen Sammlung grafischer Werke von Rembrandt aufwarten. Daraus wird eine kleine Auswahl gezeigt, ergänzt um internationale Leihgaben wie 8 Zeichnungen und 12 Gemälde, darunter eins aus Prag, das bis jetzt erst einmal die Moldau verlassen durfte. Und bei den Grafiken sind auch solche dabei, die ein – schon jetzt ausgestelltes – Skatspiel zieren.

An den Rembrandt-Objekten lässt sich ablesen, was sich die Anbieter von diesem großen Namen zur Absatzsteigerung versprechen. Und wer noch einen dieser „Rembrandt“ in seinem Besitz hat, kann sich im Wallraf–Richartz-Museum melden ( Iris Haist, Tel. 0221 / 221 236 18). Unter allen Leihgebern werden exklusive Führungen durch die kommende Ausstellung und „andere tolle Preise“ verlost. 

Beitragsfoto: Das VEB Sachsenwerk Radeberg taufte diesen Röhrenfernseher im Jahr 1952 auf den Namen „Rembrandt FE852 D“ – die Bilder waren aber nur schwarz-weiß © Foto: SchiDD/CC4.0

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