Die Gemeinde Nümbrecht will eine NRW-weite Gesetzesänderung in Sachen Straßenbau erreichen. Der Zahlungsmodus für Anliegerbeiträge soll geändert werden.

Ohrfeige vom Ex-Bürgermeister

Eric Weik, elf Jahre lang Bürgermeister in Wermelskirchen, unterstützt und getragen auch von Bürgerforum und WNKUWG, meldet sich zu Wort. Zum Thema „gegenläufiger Radverkehr auf der Telegrafenstraße“. In der Bergischen Morgenpost und auf Facebook. Und: Weiks knapper Kommentar ist mehr als einfach nur eine Wortmeldung. Ein Gruß in Richtung Rehse, Klicki, Manderla und Burghoff, eine schallende Ohrfeige für veränderungsunwillige und politisch unbewegliche Stadtpolitiker. Hier der kurze Kommentar von Eric Weik:

(…)

Diese Geschichte, die mindestens 3 Wahlperioden alt ist, ist ein Beleg für die Unfähigkeit von Politik, eigene Standpunkte zu überdenken, sich selbst in Frage zu stellen, dazuzulernen, gesellschaftliche Veränderungen aufzunehmen, Fehler einzugestehen, politische Willensbildung zu betreiben statt dem vermeintlichen Wähler nach dem Mund zu reden und so weiter.

Schon das “Konzept zur Umgestaltung der Innenstadt”, das sich dieser Stadtrat vor meinem Amtsantritt, also vor 2004 ausgedacht hat, sah einfach keine Fahrradfahrer vor. Auf meine Frage nach Radwegen wurde mir erklärt, dass ich offensichtlich keine Ahnung vom Bergischen Land habe und nicht wisse, dass es in Wermelskirchen keine Radfahrer gebe.

Und am Ende sollten wir alle zur Kenntnis nehmen, dass das Verhalten dieser Politiker keine Konsequenzen hat für sie.

Freundlicher Gruß aus Bochum (hier gibt es überall Radwege)

Eric Weik

Kommentare (5) Schreibe einen Kommentar

  1. Komisch, daß Herr Weik in all den Jahren nicht gemerkt hat, daß es in Wermelskirchen kaum Radfahrer gibt. Das hier ist nicht Münster.

    Antworten

      • stefan wiersbin
      • 10.04.18, 22:42 Uhr

      Herr Meiski, die Statistik der letzten Jahre zeigt meines Wissens ein stetiges Anwachsen des Radverkehrs in Wermelskirchen. Dieses einfach zu ignorieren und Verkehrskonzepte des letzten Jahrhunderts zu verfolgen, wird unserer Stadt nicht gut tun.

      Antworten

    • Marc O
    • 10.04.18, 10:21 Uhr

    Offensichtlich brauch es keine nachweisbare Qualifikationen um in einem Ausschuss für Stadtentwicklung zu sitzen. Dort kann, so zu sagen jeder Hampelmann herum Kaspern bis schlussendlich die Bühne zusammenbricht.

    Vielleicht sollten wir anfangen an einigen Stühlen zu sägen … Bitten nötige wäre es allemal! Sonst wachsen noch unsere Selbstdarsteller an diesen fest.

    Antworten

  2. Radfahrer, egal mit welchem Antrieb und wie diese in 50 Jahren aussehen werden, sind die Zukunft der Innenstädte. Oder glaubt jemand wirklich, dass das alles so wie jetzt weiter geht?
    Es sind aber nicht nur die fehlenden Radwege… . Hier in der Gartenstadt Falkensee einem Einzugsgebiet mit Umland gut 80.000 Menschen, streitet man sich über Jahre um ein Hallenbad. Es ist für einem der Triathlon macht ätzend, entweder 25 km nach Potsdam oder 20 km nach Berlin fahren zu müssen. Aber wieder eine neue Einkaufsmeile planen… .

    Antworten

    • stefan janosi
    • 11.04.18, 17:19 Uhr

    Auch für Herrn Dr. Meiski sollte es kein Problem darstellen die notwendigen Fakten zum Thema Radverkehr zu recherchieren. Schließlich ist seine Fraktion mit mehreren Mitgliedern im zuständigen Fachausschuss vertreten. In diesem Gremium wurde von Sachverständigen detailliert über die Verkehrszählungen informiert. Die Aussage “Kaum Radfahrer” kann daher eigentlich nur ironisch gemeint gewesen sein, denn es sind in der Summe, je nach Monat und Wochentag einige Tausend 🙂

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.